Draghi enttäuscht Anleger

Investmentfonds von Michael Fiedler

Der EZB-Rat hat beschlossen, den Zinssatz für die Einlagefazilität um 10 Basispunkte zu senken.

Mario Draghi Screenshot: Live-Presse-Konferenz der EZB

Wie Mario Draghi heute mitteilte, wird der Zinssatz für die Einlagefazilität mit Wirkung vom 9. Dezember 2015 um 10 Basispunkte auf -0,30 Prozent gesenkt.
Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bleiben unverändert bei 0,05 Prozent bzw. 0,30 Prozent.

Damit bleibt die EZB unterhalb der erwarteteten Senkung. Wie procontra berichtete, erwarteten beispielsweise die Analysten der Commerzbank, dass den Satz um 20 Basispunkte auf minus 0,4 Prozent senkt.
Mit diesem „Strafzins“ sollen die Banken dazu bewegt werden, sich das Geld untereinander oder an Unternehmen zu verleihen.

Erwartungsgemäß wird das laufende Staatsanleihekaufprogramm zeitlich und volumenmäßig ausgeweitet – wenn nötig über 2017 hinaus. Das Anleihekaufprogramm wird auch auf regionale Anleihen ausgedehnt.

In der Folge fiel der Dax, während der Euro stieg – offenbar haben sich die Anleger mehr erwartet.

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