„Das Umfeld bleibt günstig für Aktien“

Investmentfonds Investment-Talk Top News von Julia Groth

Gerit Heinz, Chef-Anlagestratege bei UBS Wealth Management, erklärt, warum er Jahresausblicke nützlich findet und warum 2016 trotz vieler Risiken ein Aktienjahr wird.

Gerit Heinz von UBS Wealth Management

procontra: Herr Heinz, sind Jahresausblicke nützlich oder doch nur Kaffeesatzleserei?

Gerit Heinz: Ich finde es sinnvoller, Prognosen für ein ganzes Jahr statt für wenige Wochen oder Monate abzugeben. Langfristige Trends lassen sich verlässlicher prognostizieren als kurzfristige Marktbewegungen. Man muss solche Prognosen natürlich nicht unbedingt am Jahresende abgeben.

procontra: Mit welchen Trends können Makler im kommenden Jahr rechnen?

Heinz: Die Geldpolitik wird insgesamt eher locker bleiben, auch wenn die Fed den Leitzins in weiteren Zinsschritten moderat anheben wird. Keine der großen Notenbanken ist gezwungen, die Zinsen zu erhöhen, solange die Inflation niedrig bleibt. Das Marktumfeld kommt risikoreichen Anlagen deshalb weiterhin entgegen.

procontra: 2016 wird also ein Aktienjahr?

Heinz: Das Umfeld bleibt günstig für Aktieninvestments. Nicht nur wegen der lockeren Geldpolitik: Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte moderat zulegen, die Unternehmensgewinne steigen. Die Aktienmärkte sind zwar mittlerweile im Rahmen des langfristigen Durchschnitts bewertet, aber noch nicht zu teuer. Wir starten mit einem Übergewicht bei Aktien ins kommende Jahr, vor allem bei Titeln aus der Eurozone und Japan. Daneben finden wir europäische Hochzinsanleihen interessant.

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