BdV: nun auch Tarifwechselanbieter auf dem Kieker

Versicherungen von Robert Krüger Kassissa

Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) hat sich Werbemethoden eines Tarifwechselanbieters im Bereich der Privaten Krankenversicherung vorgeknöpft. Das Unternehmen gab daraufhin nun eine Unterlassungserklärung ab.

Foto: Axel Kleinlein, BdV-Vorstand

Tarifwechselanbieter wittern nach Ansicht des BdV in den kommenden Monaten große Geschäfte, denn zum neuen Jahr werden deutliche Beitragssteigerungen in der Privaten Krankenversicherung erwartet. Die unlauteren Methoden der „Deutschen Gesellschaft für Privatpatienten (DGFP)“ stoßten dem BdV nun auf.

Die DGFP, die regelmäßig ihre Werbe-Flyer in großen Zeitschriften wie Focus Money vertreibt, hatte in diesem unzulässigerweise nicht darauf hingewiesen, dass das Unternehmen als Versicherungsmakler tätig ist. Zudem wurde mit unseriösen Hochrechnungen gearbeitet und so dem Verbraucher unrealistische Einsparungen beim Tarifwechsel glaubhaft gemacht. Der BdV mahnte diese unlauteren Methoden ab. Daraufhin unterschrieb der Tarifwechselanbieter nun die Unterlassungserklärung und passte seinen Flyer sowie die Homepage entsprechend an. „Zum Schutz der Verbraucher gehen wir nicht nur Versicherungsgesellschaften direkt an, sondern auch solche Firmen wie Tarifwechselanbieter, wenn sie sich nicht gesetzeskonform verhalten. Diese können sich zukünftig also auch warm anziehen“, macht BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein eine Kampfansage.

Die weitere Beschleunigung der Beitragssteigerung geht laut BdV auf die derzeitige Niedrigzinsphase und den aktuariellen Richtlinien zurück. Diese Entwicklung werde viele Verbraucher in die Hände von Tarifwechselanbietern treiben. Denen es laut der BdV sowieso nur um ihre Courtage gehe. Seriöse Ansprechpartner in Sachen Tarifwechselberatung sind laut BdV die üblichen Verdächtigen: die Verbraucherzentralen und behördlich zugelassene Versicherungsberater. Zudem bringt man sich selbst ins Spiel.

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