Signal erhielt 2011 noch KV-Geschäft von Göker

Berater Top News von Michael Fiedler

HanseMerkur verzichtete auf offene Forderungen gegen Göker

Heinz-Gerhard Wilkens von der HanseMerkur antwortete auf unsere Fragen: „Die HanseMerkur hat ihren Vertrag mit der MEG AG zum Dezember 2006 gekündigt. Es gibt seither keine Zusammenarbeit Herrn Göker im Bereich der PKV. Auf offene Forderungen in Höhe von deutlich unter 1.000 Euro gegenüber Mehmet Göker haben wir verzichtet. Wenn wir Geschäfte von sogenannten Strohmännern erkennen sollten, werden diese beendet. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz für alle Kunden, der auch in diesem Fall gilt, wird bei einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung der Vertrag mit dem Versicherten entweder beendet oder es wird ein Risikozuschlag vereinbart.“

Axa: Seit 2009 keine Verbindung zu Göker

Grundsätzlich wollte sich Axa nicht zu Geschäftsbeziehungen und damit in Verbindung stehenden Zahlen äußern. Allerdings bestehe seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die MEG AG 2009 keine Geschäftsbeziehung zu Göker. Zur Frage nach den konkreten Maßnahmen schrieb Axa: „AXA führt vor der Aufnahme der Zusammenarbeit mit neuen Vertriebspartner Prüfungen im Hinblick auf deren Qualität und Zuverlässigkeit durch, um eine unter diesen Gesichtspunkten nicht gewollte Vermittlungstätigkeit zu vermeiden. Darüber hinaus führen wir laufende Prüfungen zur Entwicklung der Geschäftsqualität der Vermittler auf Basis kennzifferngestützter Auswertungen durch, um die aus den Vermittlungstätigkeiten resultierenden Risiken zu minimieren. Bei Maklerpools, Unterstrukturen von Maklern bzw. Mitarbeitern von Maklern sind solche Prüfungen leider nur im eingeschränkten Maße möglich, so dass wir nicht in jedem Einzelfall wissen und nachvollziehen können, wer konkret den einzelnen Vertrag vermittelt hat. Wie oben beschrieben prüfen wir hier deshalb die Zuverlässigkeit und Qualität unserer direkten Vertragspartner bzw. der jeweiligen Geschäftsführer.“

Signal Iduna: Können die genannten Zahlen nicht nachvollziehen

Die Stellungnahme der Signal Iduna:
„Die SIGNAL IDUNA Gruppe hatte nie eine Courtagevereinbarung mit der MEG AG.
Über eine Maklerverbindung wurde im Jahr 2011 von einer Kontaktperson von Herrn Göker 15.000 Euro MOB Krankenversicherungsgeschäft an uns vermittelt. Auch unserer Maklerverbindung war bis zu einer staatsanwaltlichen Ermittlung nicht bekannt, dass die Kontaktperson eine Verbindung zu Herrn Göker hatte. Wir haben nach Feststellung dieses Vorganges unsere Prüfungen weiter verschärft. Die Details unseres Prüfungsprozesses wollen wir aus verständlichen Gründen nicht nennen. Seither gab es aber in dieser Hinsicht keinerlei Auffälligkeiten.
Die in dem Artikel des Versicherungsboten genannten Zahlen können wir trotz intensiver Recherche nicht nachvollziehen.“

Gothaer: Genannte Zahlen sind nicht korrekt

In der Antwort der Gothaer hieß es, dass nur eine sehr kurze Zeit mit der MEG AG zusammengearbeitet worden sei: „Die Geschäftsverbindung, die nie von großen Geschäftsvolumina geprägt war, wurde bereits Ende 2007 beendet.
Seitdem besteht keinerlei Geschäftsbeziehung mehr zur MEG AG oder Herrn Göker, auch wurden uns weder von der Fonds Finanz noch von Concret über Herrn Göker vermittelte Anträge zugeleitet (siehe auch Stellungnahme von Fonds Finanz). Grundsätzlich überprüfen wir jeden neuen Vermittler sehr intensiv, bevor wir eine neue Geschäftsverbindung eingehen.
Die im Versicherungsboten veröffentlichten Zahlen zum von Concret an die Gothaer vermittelten Geschäft stammen aus anderen Geschäftsverbindungen von Concret und nicht von Herrn Göker. Die genannten Zahlen sind aber auch nicht korrekt, sondern waren deutlich niedriger.“

Seite 1: Stellungnahme Continentale
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