Gemischte Gefühle bei geschlossenen Fonds

Sachwerte Top News von Stefan Terliesner

Während die Anbieter allmählich ein etwas freundlicheres Stimmungsbild zeichnen, bleibt die Lage bei den Vermittlern eher schlecht. Das Platzierungsvolumen liegt 2015 vermutlich unter dem bereits schwachen Vorjahreswert.

Fotolia / Minerva Studio

In der Welt der geschlossenen Fonds herrschen derzeit Dur- und Moll-Töne. Auf der jetzt wieder etwas fröhlicheren Seite befinden sich die Anbieter der geschlossenen Alternativen Investmentfonds (AIF); von Jubelarien freilich sind noch weit entfernt. Noch immer eher traurig ist die Grundstimmung bei den Vermittlern. Dies hat jetzt die Ratingagentur Scope in einer Umfrage ermittelt.

Befriedigende Lage

Einer Pressemitteilung zufolge hat Scope von 24 Anbietern sowie 63 Vermittlern Antworten auf die Stimmungsumfrage erhalten. Den Angaben zufolge verwalten die Anbieter ein Vermögen von in Summe 132,8 Mrd. Euro – was einem Marktanteil von über 80 Prozent der „aktiven Anbieter“ entspricht. Laut Scope beurteilen immerhin fast 60 Prozent der Anbieter die allgemeine Lage im Markt für geschlossene AIF in diesem Jahr als befriedigend. Nach Ansicht von rund 8 Prozent sei die Lage sogar gut. Rund ein Drittel der Befragten stufe die Lage als unbefriedigend oder schlecht ein.

Die Marktlage werde deutlich positiver eingeschätzt als in der Vorjahrsumfrage. Damals hätten 70 Prozent der Befragten die Lage als unbefriedigend oder schlecht beurteilt – und nur 30 Prozent als befriedigend oder gut.

Trotz der im Vergleich zur Vorjahresumfrage aufgehellten Stimmungslage seien die Erwartungen an das Platzierungsergebnis der gesamten Branche für 2015 sehr gering: Nur 8 Prozent der Anbieter sehen ein Branchenergebnis von mehr als zwei Milliarden Euro. Immerhin rund 17 Prozent erwarten bis zu zwei Milliarden Euro, berichtet die Ratingagentur. Die Hälfte der Befragten erwarte ein Eigenkapital-Platzierungsvolumen von bis zu einer Milliarde Euro – davon zwei Anbieter sogar nur bis zu einer halben Milliarde Euro.

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