Dread Disease: Es kann jeden treffen

Arbeitskraftabsicherung von Sebastian Wilhelm

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung hat sich – nicht nur als BU-Alternative – auf dem deutschen Markt etabliert. Fast alle relevanten Versicherer bieten heute Schutz gegen die finanziellen Folgen von Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt & Co. – eine sinnvolle Vorsorgeform nicht nur für 50plus-Kunden.

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Bereits seit 1993 ist die Schwere-Krankheiten-Versicherung in Deutschland zugelassen. Doch erst in den letzten Jahren kommt der Markt richtig in Schwung. Kein namhafter Anbieter verzichtet mehr auf Tarife zur Absicherung von „Dread Diseases“ (in etwa: gefürchtete Krankheiten). Damit reagieren sie auf eine Urangst des Menschen: von einem Tag auf den anderen aus dem normalen Leben gerissen zu werden und fortan – möglicherweise nur noch für kurze Zeit – mit erheblichen Einschränkungen leben zu müssen.

Für diesen Fall bieten Dread-Disease-Policen eine finanzielle Absicherung, denn bei einer der in den Bedingungen genannten Diagnosen wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Der Leistungsfall ist damit klar umrissen, da es im Gegensatz beispielsweise zu einer Berufsunfähigkeit praktisch keinen Interpretationsspielraum gibt. Anders als der Name suggeriert, sind nicht nur Krankheiten abgedeckt, sondern auch andere gesundheitliche Phänomene wie Herzinfarkt. Welche Diagnosen genau den Leistungsfall auslösen, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

In der Regel sind Krebs, Multiple Sklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall inkludiert, während psychische und Skeletterkrankungen außen vor bleiben. Lediglich in einzelnen Tarifen, etwa beim Swiss Life Vitalschutz Premium mit Schwere-Krankheiten-Option, lassen sich auch Schizophrenie oder schwere Depressionen versichern. Insgesamt gehen die Versicherer damit auf die Befürchtungen der Bevölkerung ein, bei denen Krebs mit Abstand an erster Stelle steht (siehe Grafik).

 

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