Die Branche macht’s: BU und EU zu Vorzugskonditionen

Arbeitskraftabsicherung von Sebastian Wilhelm

Die Angehörigen zahlreicher Branchen können sich über Konsortiallösungen besonders günstig gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit absichern – berechtigt sind viele Millionen Arbeitnehmer.

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Es gehört zum Alltag eines Biometrie-Beratungsprofis, dass Kunden einen BU-Abschluss am Ende wegen der Kosten doch scheuen. Guter Schutz hat eben seinen Preis. Doch der kann für Angehörige bestimmter Branchen durchaus deutlich geringer sein als auf dem freien Markt. Makler sollten daher bei einer Beratung zur Arbeitskraftabsicherung stets prüfen, ob der Kunde eine Branchenlösung in Anspruch nehmen kann. Ist das der Fall, lässt sich mit dem geringen Beitrag die Abschlusswahrscheinlichkeit wesentlich erhöhen.

Die führenden Branchenlösungen funktionieren nach dem Konsortialprinzip. Hinter der Deckungszusage stehen also mehrere, in der Regel große und potente Versicherungsunternehmen. So wird beispielsweise die KlinikRente, mit der sich Beschäftigte der Gesundheitsbranche unter anderem gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit absichern können, von Allianz, R+V und Swiss Life getragen. Die Prüfung der soliden Unternehmensführung kann hier getrost entfallen, denn mehr Solidität geht nicht. Außer vielleicht in der MetallRente, bei der neben den drei genannten Branchenriesen noch die Ergo zum Konsortium zählt.

Folgerichtig gehört die MetallRente denn auch zu den bekanntesten Versorgungswerken. Weit über eine halbe Million MetallRente-Verträge wurden abgeschlossen, seit die IG Metall und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Branchenlösung 2001 ins Leben riefen. Immerhin können auch die Beschäftigten von circa 32.000 Unternehmen die Großkundenkonditionen in Anspruch nehmen, inklusive ihrer Angehörigen – da kommt eine stattliche Zahl potenzieller Kunden zusammen. Möglich wird dies, weil zahlreiche Branchen beteiligt sind, die man auf den ersten Blick nicht mit Metallverarbeitung verbinden würde: neben Metall- und Elektro- sowie Stahlindustrie nämlich auch IT, Holz und Kunststoff sowie Textil und Bekleidung.

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