Zinszusatzreserve verzerrt Nettoverzinsung

Versicherungen LV-Check Top News von Matthias Hundt

Warum dieser Effekt nicht zu vermeiden ist und wie die bereinigte Nettoverzinsung bei den einzelnen Anbietern ausfällt.

Foto: fotolia (c) Gina Sanders

Die Entwicklung der Nettoverzinsung verlief in der Vergangenheit durchaus positiv. 2009 lag sie bei 4,1 Prozent und steigert sich bis 2013 sogar auf durchschnittlich 4,7 Prozent im Markt. Laut dem jetzt erschienenen procontra LV-Check 2015, lag die Nettoverzinsung 2014 noch immer bei attraktiven 4,4 Prozent. Angesichts eines Leitzinses nahe der Nulllinie, eine auf den ersten Blick durchaus positive Zinszahl.

Doch seit 2011 wird die Nettoverzinsung maßgeblich von der Zinszusatzreserve (ZZR) beeinflusst. Sie ist für die deutschen Lebensversicherer für alle Garantiezusagen, oberhalb des Referenzzinssatzes verpflichtend zu bilden. 2011 sank dieser erstmal unter die 4-Prozent-Marke auf 3,92 Prozent, im vergangenen Jahr sogar auf 3,15 Prozent. Folglich stützt die ZZR nun nicht nur die 4-Prozenter (1994-2000), sondern auch Verträge mit einer Garantie von 3,5 Prozent (bis 1993) und 3,25 Prozent (2001 bis 2003).

Seite 1: Zinszusatzreserve verzerrt Nettoverzinsung
Seite 2: Die bereinigte Nettoverzinsung und die Unterschiede der einzelnen Anbieter