Weniger Haftung für Infrastruktur-Anlagen

Versicherungen Top News von Stefan Terliesner

Rabatt bei Fremdkapitalinvestments

Neben den Eigenkapitalvorgaben gewährt die EU-Kommission den Versicherern auch bei Fremdkapitalinvestments einen Rabatt. Wie stark, hängt laut Börsen-Zeitung vor allem von der Bonität ab. So gebe es für eine „BBB“ eingestufte Infrastrukturkapitalanlage einen Nachlass von etwa einem Drittel. Bisher seien die Investments genauso wie Unternehmensanleihen eingestuft werden. Der Zeitung zufolge sehen Kritiker die neuen Regeln nicht uneingeschränkt positiv. Die Überwachung der qualifizierten Projekte könne hohe Kosten verursachen und die Erleichterungen teilweise konterkarieren. Zudem würden Marktbeobachter bezweifeln, dass es genügend ökonomisch sinnvolle Projekte gibt.

Infrastruktur passt zum Geschäftsmodell

Nach Angaben des Branchenverbandes zufolge will die EU rund 315 Milliarden Euro gemeinsam mit privaten Investoren für den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur aufbringen. Solche Projekte würden gut zum Geschäftsmodell von Versicherern passen, das auf Sicherheit und Langfristigkeit ausgelegt sei. Derzeit seien weniger als ein Prozent der Kapitalanlagen der deutschen Versicherer von insgesamt 1,4 Billionen Euro in den Bereichen Infrastruktur und erneuerbare Energien investiert. Würde dieser Anteil nur um einen Prozentpunkt erhöht, käme schon ein zusätzlicher Betrag von 14 Milliarden Euro zusammen, schreibt der GDV.

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