Telematik alarmiert Makler

Berater von Stefan Terliesner

Auch Versicherte gefordert

Der VDVM-Präsident habe es vermieden, bereits jetzt nach gesetzlichen Regelungen zu rufen. Vorerst setze er auf eine Selbstbeschränkung der Versicherer. Einen Teil der Verantwortung sehen die Makler doch auch auf Seiten der Versicherten. Die Kunden müssten hinterfragen, ob es sinnvoll sei, persönliche Daten für einen vermeintlichen und möglicherweise auch nur zeitlich befristeten Vorteil preiszugeben, und sich "differenziert mit Big Data" auseinandersetzen.
Laut Pressebericht rät der Verband seinen Mitgliedern zur Aufklärung ihrer Kunden. Grund sei auch die Sorge um ihr eigenes Geschäftsmodell. Nur in einem funktionierenden Markt und nur durch "das seit Jahrzehnten bewährte System der Courtage sind wir der Lage, allen Kunden - und nicht nur der Gruppe der ,Guten` - umfassende Beratung und Service im Versicherungsfall zu bieten", betonte Wesselhoeft laut Bericht.

Google platziert die kleinen Risiken

Sollten Datensammler wie Google in die Vermittlung leicht platzierbarer Telematikrisiken über Online-Kanäle einsteigen, so blieben den Versicherungsvermittlern die eher schwerer platzierbaren Risiken. Die Courtage wäre nicht mehr auskömmlich. Die Folge wäre dann eine Ausbreitung des Honorarmarktes für schlechter platzierbare Risiken. Die Honorarberatung mit Vergütung nach Zeitaufwand spiele bei den VDVM-Mitgliedern heute keine wesentliche Rolle: Laut einer Mitgliederbefragung kommen nur 5 Prozent der Maklerfirmen auf einen Honoraranteil an ihren Umsätzen von mehr als 15 Prozent, berichtet die Tageszeitung.

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