Interesse an Immobilien erreicht Provinz

Sachwerte von Martin Thaler

Über 200 Milliarden Euro wurden 2015 in Häuser, Wohnungen und Grundstücke investiert. Gekauft wird dabei nicht mehr nur in den Trendstädten, auch im Umland werden Investoren zunehmend fündig.

Immobilien erfreuen sich bei Investoren weiter wachsender Beliebtheit. Foto: DDRockstar - fotolia.de

Niedrigzinsen, geringe Renditen – wer derzeit sein Vermögen investieren möchte, hat nicht viele gewinnversprechende Möglichkeiten.  Eine, die weiter besteht, ist das Geschäft mit Immobilien, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Die Bundesbank hatte jüngst in ihrer Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ einen starken Zusammenhang zwischen Immobilienbesitz und Vermögen festgestellt.

Und das Geschäft mit Immobilien nimmt weiter an Fahrt auf. So sollen 2015 Wohnungen, Häuser und Grundstücke für 200 bis 210 Milliarden Euro in Deutschland den Besitzer gewechselt haben, wie nun veröffentlichte Schätzungen der amtlichen Gutachterausschüsse ergaben.

Preisanstieg auch im ländlichen Raum

„Wir knacken erstmals die 200-Milliarden-Euro-Marke“ sagte Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse der Nachrichtenagentur dpa. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die seit 2010 anhält.   Doch auch wenn Ache davon ausgeht, dass sich dieser Trend 2016 fortsetzt, ist Vorsicht beim Kauf geboten. „Im Hochpreissegment würde ich jetzt nichts kaufen, sondern abwarten“, so Ache. Im Trend liegen weiterhin Städte wie Düsseldorf, Leipzig, Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München.

Doch auch abseits dieser Trendstädte, in Hildesheim oder Holzminden, steigen die Preise. „Auch in ländlichen Räumen sehen wir, dass die Preise anziehen. Die Leute finden in den Städten nichts mehr“, erklärte Ache.

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