Mehmet Göker kommt billig davon

Panorama von Christian Hilmes

200.000 statt der ursprünglich geforderten rund 4 Millionen Euro will Mehmet Göker an MEG-Insolvenzverwalter Dr. Fritz Westhelle zahlen. Diesen Deal feiert der ehemalige Chef des pleitegegangenen Versicherungsvermittlers jetzt auf Facebook als Triumph.

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) zitiert den Kasseler Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Westhelle damit, dass Göker mittlerweile bereits die erste Rate von 100.000 Euro bezahlt habe. Um das Insolvenzverfahren zu beenden, müsse auch die zweite Rate gezahlt werden.

Die ursprünglich von Westhelle geforderte Summe war zwar 20-mal höher. Aber das sei unrealistisch, zitiert ihn die HNA: „Millionen von Göker einzutreiben – da gab es doch keine Chance.“ Damit macht er den deutschen Versicherungen, die noch rund 17 Millionen Euro von Göker fordern, wenig Hoffnung.

Göker feiert auf Facebook
„Damit habe ich weitere vier Millionen Euro abgebaut“, teilt Göker auf seiner Facebook-Seite mit. In dem sozialen Netzwerk rechnet er seinen Freunden weiter vor, mit kleineren Forderungsbeträgen der Versicherer Axa, Inter, Allianz und Central bereits rund die Hälfte der Gesamtforderungen abgebaut zu haben.

Gökers Fazit: „Bleiben noch acht Millionen und die kriege ich auch hin“. Als „MEG-Style“ erklärt er weiter: „Verlieren darfst Du – Aufgeben niemals“. Göker selbst kämpft derweil weiter mit der deutschen Justiz – und zwar von Ku?adas? an der türkischen Ägäisküste aus, so die HNA. Dort sei er sicher vor der Vollstreckung eines internationalen Haftbefehls.

Seite 1: Mehmet Göker kommt billig davon
Seite 2: Hat Göker jahrelang weitergemacht?

Foto: Archiv