PKV als Innovationstreiber

Krankenversicherung Versicherungen von Sebastian Wilhelm

Privatversicherte kommen in der Regel deutlich früher als GKV-Kunden in den Genuss neuer Verfahren und Technologien. Doch am Ende profitieren alle, denn „Best Practices“ setzen sich irgendwann zwangsläufig im gesamten Gesundheitswesen durch.

Fotolia/Kadmy

Nicht selten stehen PKV-Makler vor dem Problem, dass potenzielle Aussteiger aus dem gesetzlichen Kassensystem ideologische Vorbehalte vorbringen. Dass der Wechsel in die PKV auf individueller Ebene vorteilhaft wäre, wird dann gar nicht bestritten. Insofern nützt es auch nichts, auf die Qualität der Produkte und Anbieter abzustellen. Die solcherart widerstrebenden Kunden hätten oftmals ein schlechtes Gewissen, wenn sie das gesetzliche Solidarsystem verlassen würden. Weil sie meinen, dass die Gesellschaft unter den verschiedenen Versorgungsniveaus leide, Stichwort Zwei-Klassen-Medizin. Eine Einheitsversicherung erscheint diesen Kunden oftmals als einzige politisch vertretbare Lösung, weil nur sie vermeintlich eine gleich gute Versorgung für Arm und Reich garantieren würde.

Wer in seiner Beratungsarbeit auf derart – zumeist tiefsitzende – Ansichten stößt, sollte keineswegs die Flinte ins Korn werfen. Vielmehr gilt es, mit triftigen Argumenten die Vorbehalte zu entkräften. Denn für die Gesellschaft ist das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland durchaus ein Segen – und zwar für alle, die Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, ob privat oder gesetzlich. Der Grund: Zwar genießen Privatversicherte in der Regel durchaus einen höheren Versorgungsstandard und kommen als Erste in den Genuss innovativer Errungenschaften der medizinischen Forschung; doch ebendies setzt auch wiederum den Standard für die gesetzliche Versorgung in der Breite. Die PKV-Medizin dient als Zugpferd für eine stetige Verbesserung des gesamten Gesundheitswesens.

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