POC: Wie Vermittler sich verhalten sollten

Sachwerte Top News von Robert Krüger Kassissa



procontra: Sollten Vermittler aktiv auf die Kunden zugehen, denen sie POC-Produkte verkauft haben?

Sochurek: In unserer Vermittlervereinigung geben wir Vermittlern gezielte Unterstützung in der Kommunikation mit den betroffenen Kunden.

Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll, den Kontakt zu den Kunden zu halten und proaktiv zu suchen. Die Vermittler und die Anleger haben hier gleichermaßen Schaden erlitten, für den der einzelne Vermittler aus unserer Sicht ebenso wenig die Verantwortung trägt wie der Kunde. Dies muss den Kunden vermittelt werden. Keinesfalls sollte man „den Kopf in den Sand stecken“. Das birgt die Gefahr, dass die eigenen Kunden sich abwenden und Anwälte beauftragen. Dann ist der Weg nicht mehr weit, Ansprüche aus vermeintlicher Vermittlerhaftung geltend zu machen.

Falls einzelne Kunden konkret mit Schadensersatzansprüchen drohen oder einen Anwalt einschalten, sollte man auch selbst anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen.

Keinesfalls sollte der einzelne Vermittler „auf eigene Faust“ mit Anwälten verhandeln oder selbst anwaltliche Schreiben beantworten. Generell gilt, dass in einer kritischen Phase wie gegenwärtig, schriftliche Äußerungen nur mit Bedacht erfolgen sollten. Unglückliche Formulierungen könnten die Aussichten in einem möglichen Prozess verschlechtern.

Mitgliedern unserer Vermittlervereinigung bieten wir Unterstützung in der verbindlichen und dennoch rechtssicheren Kommunikation mit den eigenen Kunden. Hierbei agieren wir natürlich zunächst im Hintergrund und treten in Abstimmung mit unseren Mandanten erst offen in Erscheinung, wenn der Kunde konkrete Ansprüche geltend macht oder Anwälte beauftragt.

Seite 1: Verlauf der mündlichen Verhandlung
Seite 2: Folgen für Vermittler von POC-Fonds
Seite 3: Was Vermittler tun sollten

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