PKV im Alter: „Preiswerter als in der GKV“

Krankenversicherung Versicherungen von Robert Krüger Kassissa

Steigen die Kosten für eine private Krankenversicherung mit zunehmendem Alter wirklich ins Unbezahlbare? Nicht unbedingt und zwangsläufig. Franz Becker, ehemaliger Pilot eines Rettungshubschraubers, ist seit Jahren privat versichert und zahlt mit 66 Jahren weniger als in der GKV.

Foto: Franz Becker

procontra: Herr Becker, Sie waren Pilot eines Rettungshubschraubers bei der Deutschen Flugrettung. Können Sie uns Ihren emotionalsten Moment im Einsatz beschreiben?

Franz Becker: Ich habe häufig Babys fliegen müssen. Es war alles andere als einfach für mich, die weinenden Mütter zu sehen. Aber auch den Einsatz nach dem furchtbaren Unglück bei der Flugshow in Ramstein werde ich niemals vergessen.

procontra: Und Ihr riskantester Einsatz?

Becker: Das waren viele. Häufig lag das am Wetter. 800 Meter sind normalerweise die zulässige Mindestsichtweite. Wenn es aber gilt Menschenleben zu retten, halten Sie sich mit solchen Regeln nicht auf.

procontra: Werden bei der Bereitstellung eines Rettungshubschraubers eigentlich Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Krankenversicherten gemacht?

Becker: Nein, es wird ausschließlich nach medizinischen Gründen entschieden.

procontra: Aber die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen doch die Kosten nicht.

Becker: Einen bestimmen Anteil schon, der hängt von der jeweiligen Kasse ab. Die Differenz zum tatsächlichen Aufwand müssen die betroffenen Menschen dann allerdings selbst bezahlen. Der Gründer der Flugrettung wollte Anfang der 1960er Jahre den damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher davon überzeugen, dass grundsätzlich der Staat die Kosten übernehmen solle. Der aber hat dies unter Hinweis auf die Nichtfinanzierbarkeit zurückgewiesen.

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