Baufi: prolongieren oder umschulden?

Sachwerte von Matthias Hundt

Nach der Zinsbindung ist vor der Zinsbindung und das Gros der Bauherren führt das Angebot der Hausbank einfach weiter. Dabei führt auch schon ein kleiner Zinsvorteil, deutlich schneller in die Schuldenfreiheit.

Die teuersten Stadtteile Kölns
10. Platz: Junkersdorf Mit 2.594 Euro pro Quadratmeter landet Junkersdorf unter den ersten Zehn.(© www.clearlens-images.de - pixelio.de/HOWI – WikiCommons)
 

Wenn nicht jetzt, wann dann? Diese Aussage hört man immer häufiger von Menschen, die in die eigenen vier Wände streben. In der Tat waren die Voraussetzungen auf der Finanzierungsseite selten besser. Je nach Beleihungswert und Zinsbindung bieten die Institute heute Darlehen mit einem Effektivzins von deutlich unter 3 Prozent an. Vor zehn Jahren stand oftmals noch eine Fünf vor dem Komma. Doch das aktuelle Niveau wird sich nicht über den gesamten Tilgungszeitraum so niedrig darstellen. Das Gros der Bauherren benötigt zwei bis drei Zinsbindungen, um das Darlehen abzulösen, also 20 bis 30 Jahre.

Das bedeutet auch, dass jeder Bauherr auf dem Weg in die Schuldenfreiheit mindestens einmal vor der Entscheidung steht: prolongieren oder umschulden? Also das Angebot der Erstbank über die neue Zinsbindung anzunehmen und zu verlängern (Prolongation) oder sich über einen neuen Vergleich mitunter bessere Konditionen einzuholen und die Bank zu wechseln (Umschuldung).

„Rund 75 Prozent der Kunden prolongieren immer noch bei derselben Bank, obgleich diese Zahl durch die erhöhte Markttransparenz rückläufig ist“, meint etwa Christian von Sturmfeder, Geschäftsführer der auf Baufinanzierung spezialisierten One Finance. Ähnliche Tendenzen kommuniziert auch die Dr. Klein AG. Der Vermittler für Baufinanzierungen ordnet nach 30 Prozent im Jahr 2011 heute schon 35 Prozent aller Anfragen einer möglichen Umschuldung zu.

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Seite 2: Paragraf 489 BGB als Notausstieg 

Foto: procontra

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