„Der Koloss von Rügen“ sucht Steuersparer

Sachwerte Top News von Robert Krüger Kassissa

Das mit 4,5 Kilometern längste Gebäude der Welt, der „Koloss von Rügen“, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Unter dem Namen „Neues Prora“ soll nun ein neues Kapitel hinzukommen. Das Angebot lockt als Steuersparmodell und enthält Fallstricke.

Foto: Gebäude „Koloss von Rügen“ in Prora auf Rügen; © under74

Vor knapp 80 Jahren begann der Bau des Betonklotzes auf der Insel Rügen, der unter Einheimischen den Namen „Koloss von Rügen“ trägt. Der Grundstein wurde im 1936 gelegt. Im KdF-Seebad Prora waren insgesamt 20.000 Betten geplant. Durch den zweiten Weltkrieg wurde das monumentale Gebäude nicht vollendet. In DDR-Zeiten nutzte die Nationale Volksarmee Teile des riesigen Gebäudes und nach der Wende bis Ende 1992 zog die Bundeswehr Quartier. Der „Koloss von Rügen“ besteht aus insgesamt acht Blöcken.
In Block 5 ist seit 2011 eine Jugendherberge mit 100 Zimmern. Ebenso befindet sich das Prora-Zentrum „Bildung - Dokumentation – Forschung“ in diesem Block.

Der Block 2 wurde bereits 2013 von Investor Axel Bering erworben und nach Umwandlung in Eigentumswohnungen seit 2013 verkauft. Der Berliner Bauunternehmer Gerd Grochowiak sicherte sich 2012 Block 1 für 2,75 Millionen im Rahmen einer Auktion. Bis Mitte 2016 sollen dort rund 270 Eigentumswohnungen und Ferienappartements fertig sein.

Das unter „Neues Prora“ laufende Objekt hat sich das Portal Geldtipps.de mal genauer angeschaut. Der Anbieter Irisgerd Immobilien, Geschäftsführer Iris Hegerich und Gerd Grochowiak, lockt vor allem mit Steuervergünstigungen für Baudenkmäler. „Bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten können die Käufer der Immobilien steuerlich geltend machen, und zwar zu 90 Prozent nach § 10f EStG über 10 Jahre gleichmäßig verteilt für Selbstnutzer oder sogar zu 100 Prozent nach § 7i EStG über 12 Jahre für Kapitalanleger (jeweils 9 Prozent im 1. bis 8. Jahr und 7 Prozent im 9. bis 12. Jahr)“, schreibt Geldtipps.de

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