Check24 wird vom BVK verklagt

Berater Top News von Michael Fiedler

Arbeitet check24 unsauber? Diese Frage will der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) vom Landgericht München klären lassen.

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Der BVK hat Klage wegen unlauterem Wettbewerb beim Landgericht München gegen das Unternehmen check24 eingereicht. Das Gericht soll klären, ob das Internetportal check24 zu Lasten der Verbraucher gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstößt. Unter dem Deckmantel eines Preisvergleichsportals würden Verbraucher angelockt, um letztendlich Versicherungsverträge über das Portal abzuschließen, so der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Dabei werden aber die gesetzlichen Anforderungen für Versicherungsvermittler nicht eingehalten“, so BVK-Präsident Michael Heinz. Es könne nicht sein, Heinz weiter, dass sich einzelne Akteure über die Regulierungen der Branche hinwegsetzen. Der BVK besteht darauf, dass folgende Anforderungen auch von Internetportalen erfüllt werden, die Versicherungen vermitteln:

  • deutliche Übermittlung der Statusinformation als Versicherungsvermittler in verständlicher Textform beim ersten Geschäftskontakt
  • Durchführung einer individuellen Leistungs- und Bedarfsanalyse zur Identifizierung des Kundenwunsches und seiner Bedürfnisse
  • umfassende individuelle Beratung

„Verbraucherschutz darf im Internet nicht aufhören“

Einem Rechtsgutachten von Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski zufolge, handelt eine Vergleichsplattform unlauter, die dem Verbraucher wesentliche Informationen vorenthält, die er benötigt, um eine fundierte geschäftliche Entscheidung zu treffen. Auf Basis dieses Rechtsgutachtens mahnte der BVK Internetportal check24 ab und räumte dem Unternehmen eine Frist bis zum 10. Juli zur Beseitigung der Missstände ein. „Verbraucherschutz darf im Internet nicht aufhören“, so Michael Heinz.