„Zinszusatzreserve trennt die Spreu vom Weizen“

Versicherungen von Matthias Hundt


Ausreichende Altersvorsorge mit den Klassikern?
procontra: Welche Assetklassen können – eventuell auch durch Solvency II ab 2016 ermöglicht – in Zukunft für Lebensversicherer den nötigen Ertrag bringen?

Henzler: Infrastrukturinvestitionen werden sicher ein Thema für die Branche. Wir selber prüfen verschiedene Projekte und werden zum Beispiel Investitionen in Onshore-Windparks tätigen, wo für uns eine rentable und plausible Rendite prognostiziert wird.

procontra: Auffällig war auch der Zuwachs im Bereich der Risikopolicen, der bislang nicht Ihr Kerngeschäft darstellt. Wie sind hier die Pläne?

Henzler: Wir haben unsere Risikotarife neu kalkuliert und werben als Biometrie-Anbieter nun auch in diesem Bereich um die Akzeptanz der Makler.

procontra: Garantieprodukte stehen bei allen Gesellschaften auf dem Prüfstand. Wie wird das Thema bei Ihnen behandelt?

Hergesell: Wir stehen zu Garantien und werden uns nicht aus diesem Bereich zurückziehen. Wir beobachten den Markt und überlegen, wie wir trotz des schlechten Zinsniveaus Produkte konstruieren können, die für Kunden weiterhin attraktiv sind.

procontra: Glauben Sie, dass mit den bekannten Klassikern eine ausreichende Altersvorsorge zu erzielen ist?

Henzler: Bei den gehebelten, also staatlich geförderten Produkten wie Basis- oder Riester-Rente und in der bAV auf jeden Fall. In den anderen Bereichen wird es nur über den Zinsgewinn sicherlich schwierig, deshalb setzen wir unseren vertrieblichen Fokus in der dritten Schicht verstärkt auf unsere ALfonds-Produkte.

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