„Zinszusatzreserve trennt die Spreu vom Weizen“

Versicherungen von Matthias Hundt

procontra traf Jürgen Henzler, Vertriebsdirektor, und Dirk Hergesell, Leiter Vertrieb Makler und Ausschließlichkeit beim Alte Leipziger – Hallesche Konzern. Warum sie an Garantien festhalten wollen und wie sie die Herausforderungen der Branche bewerten

Foto: Jürgen Henzler und Dirk Hergesell im procontra-Interview, procontra

procontra: Sie haben im April die Zahlen Ihres Geschäftsjahres 2014 veröffentlicht. Wie bewerten Sie das zurückliegende Jahr?

Jürgen Henzler: Mit Blick auf die wachsenden Herausforderungen, beispielsweise durch das LVRG oder die Zinszusatzreserve, ist sicherlich das erreichte Eigenkapital besonders positiv zu bewerten. Hier konnten wir auf Konzernebene die Eine-Milliarde-Euro-Marke knacken, was uns auf sehr stabile Beine stellt.

procontra: Als Indikator für ein Geschäftsjahr gilt vor allem das Neugeschäft. Das fiel im Bereich Leben nach laufendem Beitrag im Vergleich zu 2012 um rund 16 Prozent geringer aus. Haben Sie eine Erklärung dafür?


Henzler:
Wenn man die langjährige Entwicklung betrachtet, dann befinden wir uns immer noch in einem Aufwärtskanal, was den Neuzugang betrifft. Im vergangenen Jahr fiel der Neuzugang in unserem Kernbereich, der betrieblichen Altersvorsorge, geringer aus, wodurch nicht die Summe der Vorjahre erzielt werden konnte. Aber wie gesagt, der Rückgang resultiert eher aus den hohen Niveaus der Jahre 2012 und 2013.

Dirk Hergesell: Gerade das bAV-Geschäft und das Einmalbeitragsgeschäft unterliegen gewissen Schwankungen. Da hängen oftmals große Volumina dran. So fällt der Vergleich zum Vorjahr auch schnell mal negativ aus, was eine langfristige Betrachtung erfordert. Das ist in unserer zweiten Kernkompetenz, der Biometrie, wesentlich stabiler. Aber mit dem absoluten Ergebnis, gerade auch im Marktvergleich, sind wir sehr zufrieden.

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