bAV-Bestand knapp verdoppelt

Berater von Christian Hilmes


Mobilitäts-Richtlinie beschlossen
Um insbesondere junge Arbeitnehmer für die betriebliche Altersversorgung zu gewinnen, sollen sie in der Zukunft leichter unverfallbare arbeitgeberfinanzierte bAV-Anwartschaften erwerben können: Bereits ab 21 Jahren dürfen sie ihren Arbeitgeber wechseln, ohne auf ihre Ansprüche verzichten zu müssen.

Die Absenkung der Altersgrenze von bislang 25 Jahren ist ebenso wie die Verlängerung der Frist, in der arbeitgeberfinanzierte Betriebsrentenanwartschaften erhalten bleiben (von fünf auf drei Jahre) Teil des Gesetzesentwurfs zur Umsetzung der EU-Mobilitäts-Richtlinie, den das Bundeskabinett in dieser Woche beschlossen hat.

Jobsuche im Ausland vereinfacht
Ziel der EU-Richtlinie ist es, Hindernisse für Arbeitnehmer bei der grenzüberschreitenden Jobsuche durch unterschiedliche nationale bAV-Regeln abzubauen. Doch in Deutschland werde „bewusst darauf verzichtet, die neuen EU-Vorgaben nur bei grenzüberschreitenden Arbeitgeberwechseln anzuwenden“, heißt es dazu vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

„Um eine Inländerdiskriminierung zu vermeiden und aus Praktikabilitätsgesichtspunkten gelten die neuen Regelungen vielmehr für alle Beschäftigten.“ Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzentwurfs: Die Anwartschaften ausgeschiedener Beschäftigter müssen mit denen der Kollegen, die dem Chef treu geblieben sind, gleich behandelt werden.

Weitere Reformen in Aussicht
Diese neuen Regelungen sollen 2018 in Kraft treten. Doch die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag noch weitere Reformschritte zur Stärkung der bAV verabredet. Die konkreten Schritte dafür werden nach BMAS-Angaben „derzeit mit den Beteiligten erörtert und sollen gegebenenfalls in einem weiteren Gesetzgebungsvorhaben umgesetzt werden“.

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