„Produktmix stärker hin zu Komposit“

Versicherungen von Christian Hilmes


procontra: Die neue Gesellschaft Generali Deutschland AG mit Sitz in München soll das Geschäft aller deutschen Gesellschaften steuern.
Gibt es damit neue Maklerbetreuer und/oder Courtagevereinbarungen?

Generali: Wir haben uns einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren vorgenommen, um alle Maßnahmen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung umzusetzen. Dieser Zeitraum ist abhängig von den Verhandlungen mit der Mitbestimmung, daher können wir derzeit keine weiteren Aussagen hierzu treffen.

procontra: Künftig wollen Sie die „Interaktion mit Vertrieb und Kunden moderner gestalten“.
Worauf müssen sich Makler in Sachen Digitalisierung gefasst machen?

Generali: Das Produktangebot der Generali in Deutschland wird stärker auf die digitale Transformation ausgerichtet, um den vollen Nutzen der auf Gruppenebene entwickelten Innovationen ausschöpfen zu können. Dazu zählt, Vorreiter dabei zu sein, Menschen zusammenzubringen und Versicherungslösungen anzubieten, die durch Telematik, Domotik sowie Wellnessmanagement ermöglicht werden, beispielsweise das neue Konzept der Vitality-Services.

procontra: Durch die „funktionale Matrixorganisation“ sollen Kostendopplungen reduziert und Synergien genutzt werden.
Wie hoch beziffern Sie die Auswirkung auf die Verwaltungskostenquoten?

Generali: Es ist noch zu früh, hierzu konkrete Aussagen zu machen.

Die LV-Verwaltungskostenquote der Generali stieg zuletzt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Die Abschlusskostenquote sank dagegen um 0,3 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent. Einen genauen Blick auf diese und andere Details der aktuellen Generali-Bilanz warf procontra in der vorigen Woche und stellte ein Neugeschäft fest, das sowohl gegen laufenden als auch gegen einmaligen Beitrag enttäuschte. Die LV-Tochter des Konzerns setzt daher jetzt auf die Strategie „Generali 2020“.

Alle Kennzahlen der deutschen Lebensversicherer finden Sie im procontra LV-Check

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