Gothaer senkt ab Juli die Vergütung

Versicherungen von Stefan Terliesner


Konzern besteht Solvency-Test
Mit Blick auf die am 1. Januar 2016 sukzessiv einzuhaltenden verschärften Solvabilitäts- und Eigenkapitalvorschriften (Solvency II) fügt er hinzu: Eine Entscheidung pro oder contra Klassik im bAV-Geschäft „ist nicht durch die Finanzaufsicht BaFin getrieben“.

Hintergrund: Am 3. Juni mussten die Lebensversicherer den neuen Solvency-II-Test bei der BaFin abgeben. Auf Anfrage sagte Kurtenbach jetzt, dass der Konzern auch ohne Anwendung der Übergangsregeln den Test bestanden habe. Nur für den Bereich Leben sei dies aber nicht der Fall. „Hier müssen wir voraussichtlich die Übergangsregeln in Anspruch nehmen.“

2,8 Prozent Anlage-Rendite 
Die Rendite in der Neu- und Wiederanlage bezifferte Finanzvorstand Harald Epple mit 2,8 Prozent im Jahr 2014. Für das aktuelle Jahr erwartet er einen Rückgang auf 2,0 Prozent – „bei Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren“, die 60 Prozent des Kapitalanlageportfolios ausmachen. Die Aktienquote der Gother Allgemeine soll sukzessiv von aktuell 0,6 Prozent auf rund 5,0 Prozent steigen. Epple räumte ein, dass in den vergangenen Jahren in der Kapitalanlagepolitik insofern „ein Fehler“ gemacht wurde, dass die Kapitalanlage zu stark auf kurzfristige Anleihen basierte, die bekanntlich weniger Rendite bringen. Epple ist seit Anfang 2014 Finanzvorstand bei Gothaer.

Sein Vorgänger hat wohl mit einer stärkeren Inflation gerechnet, die über ein dann sehr wahrscheinlich steigendendes Zinsniveau zu Kursverlusten insbesondere bei langfristigen Anleihen führt. Zu einer deutlich höheren Geldentwertungsrate ist es aber bis heute nicht gekommen. 2014 hat Epple die durchschnittliche Laufzeit der Anleihen im Portfolio wieder deutlich erhöht.

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