„Defensive Mischfonds würde ich nicht mehr kaufen“

Investmentfonds Investment-Talk von Julia Groth


procontra: Erfüllen Berater Ihrer Erfahrung nach diese hohen Anforderungen?

Zellmann: Die meisten schon. Schlecht ausgebildete Berater haben seit der Finanzkrise nämlich schlechte Karten bei den Kunden.

procontra: Die meisten Mischfonds setzen allerdings noch immer nur auf Aktien und Anleihen. Haben die Anbieter die Zeichen der Zeit nicht erkannt?

Zellmann: In der Branche ist eine gewisse Ratlosigkeit zu spüren. Investmentboutiquen sind flexibel, sie können die Strategien ihrer Fonds vergleichsweise einfach ändern. Außerdem sind sie in der Regel spezialisiert. Große Fondsanbieter dagegen können ihre Fonds nicht so einfach komplett umkrempeln, außerdem fehlt es ihnen oft an Expertise zu Nischenthemen. Viele der bankenabhängigen, großen Anbieter sind nicht auf die neue Investmentwelt vorbereitet. Das wird man in den kommenden Monaten sehen.

procontra: Sind Boutiquen also die besseren Fondsanbieter?

Zellmann: So weit würde ich nicht gehen. Ich denke, Fondsanbieter die unabhängig sind von Banken oder Versicherungen, werden in der kommenden Zeit die besten Karten haben. Sie haben sich nämlich ausschließlich dem Fondsmanagement verschrieben und werden deshalb steigende Zinsen und andere Turbulenzen am besten bewältigen können.

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