Auch Hamburg und NRW ziehen die Mietpreisbremse

Sachwerte von Christian Hilmes

Nach Berlin haben jetzt zwei weitere Bundesländer eine Obergrenze für Wohnungspreise bei Neuvermietungen eingeführt. Diesem Beispiel will jetzt auch Bayern folgen. Kritiker der Regelung drohen mit dem Gang vor das Bundesverfassungsgericht.

Um bis zu 33 Prozent mehr setzten Vermieter in Regensburg bei einer Neuvermietung an, begründet Bayerns Justizminister Dr. Winfried Bausback (CSU) seine Initiative, die so genannte Mietbreisbremse noch vor der Sommerpause auch in seinem Bundesland gelten zu lassen.

Damit folgt er den Beispielen der deutschen Hauptstadt sowie der Freien und Hansestadt Hamburg, deren Senat am Dienstag beschlossen hatte, zum 1. Juli im gesamten Stadtgebiet die Mieten bei Neuvermietungen auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu begrenzen.

„Keine Quartiere nur für Besserverdienende“
Das gilt von Mittwoch auch in folgenden Kommunen Nordrhein-Westfalens: Aachen, Bielefeld, Bocholt, Bonn, Brühl, Düsseldorf, Erkrath, Frechen, Hürth, Kleve, Köln, Langenfeld (Rheinland), Leverkusen, Meerbusch, Monheim am Rhein, Münster, Neuss, Paderborn, Ratingen, Siegburg, St. Augustin und Troisdorf (siehe Karte links).

„Wir wollen so verhindern, dass weniger einkommensstarke Mieter aus Städten wie Köln oder Düsseldorf verdrängt werden und wir Quartiere nur für Besserverdienende bekommen“, erklärt NRW- Bauminister Michael Groschek (SPD, Foto).

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Fotos: Hamburger Rathausmarkt © Kara; STK NRW / R. Sondermann 
Grafiken: procontra; Immowelt.de

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