Strategisch gedacht

Top News Ruhestandsplanung von Julia Groth

Anleger können zwar mit unterschiedlichen Investmentstrategien ihr Portfolio krisenfester machen. Doch nicht jeder Ansatz eignet sich für jeden Anleger.

Investmentprofis wissen: Bei der Geldanlage ist Diversifizierung Trumpf. Privatanleger streuen ihr Kapital aber oft nur über verschiedene Anlageklassen, nicht über unterschiedliche Strategien. Das kann sich als Fehler erweisen, wenn es am Markt turbulent wird und die Korrelationen zwischen den Anlageklassen zunehmen. Ein Strategiemix bereichert das Portfolio und macht es robuster. Mit Fonds lassen sich mittlerweile viele Strategien einfach ins Portfolio holen. Allerdings eignet sich nicht jede Strategie für jeden Investor.

Value-Investing
Star-Investor Warren Buffett macht es seit mehr als 40 Jahren vor und ist damit zu einem der reichsten Menschen der Welt geworden: Value-Investing. Bei dieser Strategie suchen Anleger nach Aktien, die im Vergleich zur Ertragskraft der Unternehmen, die die Aktien ausgegeben haben, unterbewertet und damit noch relativ günstig zu haben sind.

Aktienanleger müssen grundsätzlich eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen. Innerhalb der Anlageklasse Aktien ist die Value-Strategie aber gut geeignet für vergleichsweise konservative Anleger. Die Kurse von Value-Aktien steigen zwar nicht immer so stark wie erhofft, die Unternehmen dahinter sind aber in der Regel solide und gut geführt.

Einer der bekanntesten Value-Fonds auf dem deutschen Markt ist ein Gemeinschaftsprodukt der Investmentboutiquen Acatis und Gané. Der Acatis Gané Value Event Fonds verfolgt neben der Value-Strategie einen sogenannten Event-driven-Ansatz: Die drei Manager suchen nach Unternehmen, bei denen ein besonderes Ereignis den Aktienkurs beflügeln könnte, etwa eine Übernahme. Der Fonds investiert hauptsächlich in Aktien, darf aber auch Anleihen kaufen.

„Mit einer variablen Investitionsquote in Aktien, Anleihen und Liquidität sollen langfristig aktienähnliche Renditen bei niedrigen Schwankungen erzielt werden“, erklärt Manager Henrik Muhle. Das hat in den vergangenen Jahren gut geklappt, die Performance des Fonds kann sich sehen lassen: In den vergangenen zwölf Monaten hat er mehr als 11 Prozent Plus erzielt.

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Illustration: Roman Kulon

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