Mit 65 ist noch lange nicht Schluss

Top News Ruhestandsplanung von Christian Hilmes

Immer mehr Angehörige der Generation „65 plus“ sind erwerbstätig. Die Gründe für diese Entwicklung benennt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Arbeiten Ältere weiter aus Angst vor Altersarmut?

Der IW-Untersuchung zufolge gingen im Jahr 2013 durchschnittlich 8,7 Prozent der 65- bis 74-Jährigen hierzulande einer Arbeit nach. Tendenz steigend: Vor zehn Jahren lag der entsprechende Anteil noch bei 5 Prozent. Deutschland liegt damit jetzt über dem EU-Durchschnitt von 8,5 Prozent.

Die Entscheidung für Arbeit im Alter werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst, erklärt IW-Direktor Michael Hüther (Foto). So sind zum Beispiel vor allem ältere Männer erwerbstätig: 2012 gingen mehr als 10 Prozent von ihnen einer Beschäftigung nach, bei den Frauen waren es nur 5,5 Prozent.

Gründe für Erwerbstätigkeit 
Auch der Wohnort ist für die Entscheidung maßgeblich: In Baden-Württemberg waren 10,5 Prozent der Einwohner im Rentenalter erwerbstätig, in Mecklenburg-Vorpommern lediglich 3,6 Prozent. Ebenso wirkt sich ein hoher Bildungsabschluss positiv auf die Quote der Erwerbstätigen aus.

Altersarmut sei hingegen kein Grund dafür, weiterhin im Arbeitsleben zu stehen: 2012 waren 24,3 Prozent der 65- bis 74-Jährigen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 4.500 Euro erwerbstätig. Bei denen mit weniger als 1.100 Euro waren es aber nur 4,9 Prozent.

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