Wölbern-Urteil: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Sachwerte von Robert Krüger Kassissa

Ein Tag nach Verkündung des Urteils gegen Ex-Wölbern-Chef Schulte legt die Staatsanwaltschaft Hamburg Berufung ein wie das Manager Magazin berichtet. Der Fall geht nun vor den Bundesgerichtshof.

Das Gericht sei der Staatsanwaltschaft zwar in der Schuldfrage in allen Punkten gefolgt, sagte eine Sprecherin gegenüber dem Manager Magazin. Hinsichtlich der Strafzumessung ist die Behörde jedoch vom Urteil nicht überzeugt. Für die Begründung der Revision müsse nun zunächst das schriftliche Urteil abgewartet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte 12 Jahre Haft gefordert. Das Landgericht verurteilte allerdings Schulte nur zu 8,5 Jahren Haft.

Schon unmittelbar nach der Urteilsverkündung prüfte die Behörde nach Angaben des Mediums eine Revision, weil die Strafe weit unter dem Antrag der Ankläger liege. Auch die Verteidiger Schultes, die Freispruch gefordert hatten, haben Revision angekündigt. Ob dieser Antrag ebenfalls schon gestellt wurde, ist noch nicht bekannt.

Der Fall Schulte geht nun also vor den Bundesgerichtshof.

Foto: Gebäude der Staatsanwaltschaft Hamburg, Gorch-Fock-Wall 15, © Thomas Schlicht

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