„Gute Makler wären in der Honorarberatung glücklicher“

Berater Top News von Matthias Hundt

procontra: Sollte jeder Finanzdienstleister aus betriebswirtschaftlichem Eigeninteresse auf Honorarberatung umschwenken?

Mohn: Ja, aber das können nur die, die auch wirklich beraten können. Viele sind aufs Verkaufen geschult und können das auch gut. Aber nicht alle können auch ganzheitlich beraten. Die Umstellung auf Honorarberatung setzt also eine deutlich höhere Qualifikation voraus, als die meisten im Finanzvertrieb heute mitbringen. Rein ökonomisch ist es absolut empfehlenswert, wenn man bedenkt, dass die erfolgreichen Abschlüsse ja alle Beratungen, an die sich kein Vermittlungsgeschäft anschließt, mitfinanzieren müssen.

procontra: Wie sähe eine sowohl verbraucher- als auch beraterfreundliche Finanzberatung in Deutschland nach Ihren Wünschen aus?

Mohn: Ich bin fest davon überzeugt, dass gute Makler in der Honorarberatung glücklicher wären, als sie es heute am Tropf der Provisionen sind. Eventuell in der Übergangsphase verbunden mit Einkommenseinbußen, am Ende aber mit einem befriedigenderen Ergebnis der eigenen Arbeit. Das Ganze würde ich gern flankieren mit einer fundierten Berufsausbildung. Ich glaube, das würde die berufliche Zufriedenheit der Berater stärken und letztlich in einer verbraucherfreundlichen Beratung münden.

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