Genossenschaftliche Versicherer vergraulen Makler

Versicherungen Top News von Christian Hilmes


Abschied vom Maklervertrieb?
„Nicht weniger schlimm, aber wenigstens konsequent wäre aus meiner Sicht deshalb gewesen, die Zusammenarbeit mit Poolgesellschaften oder gleich mit dem gesamten Maklermarkt vollständig zu beenden“, so Drewes (Foto unten) weiter.

Einen Kommentar der R+V Versicherung zur vermeintlichen Absicht dieser Politik, bei der insbesondere die an einen Pool angebundenen Makler geringere Vergütungen hinnehmen müssen, blieb ein Unternehmenssprecher auf procontra-Anfrage schuldig.

Lebensversicherer kappen Vertriebsweg
Im Januar wurde bekannt, dass die VHV Leben ihr LV-Geschäft über Makler komplett einstellt. In einem Schreiben, das der procontra-Redaktion vorliegt, heißt es, man reagiere damit auf den zunehmenden regulatorischen Aufwand, der zum Beispiel durch die Provisionsdeckelung im LVRG entsteht.

Eine Senkung der Abschlussvergütung von 45 auf 30 Promille und eine Reduzierung der Bestandsvergütung von 1,5 auf 1,25 Prozent war beispielsweise bei der Württembergischen im Gespräch, deren neues Vergütungsmodell Ende vorigen Jahres für Aufregung in der Maklerschaft sorgte.



Nürnberger verärgert Versicherungsmakler
Aufgrund dieser Rahmenbedingungen seien parallele Vertriebsstrukturen für einen kleinen Anbieter nicht mehr rentabel, argumentieren die Versicherer. Mit einer solchen Vertriebspolitik zog Ende Februar zuletzt die Nürnberger den Zorn vieler Makler auf sich. Ihnen wurde die Courtagezusage gekündigt, Courtagen oder die „erfolgsabhängigen Boni“ gekürzt.

Die „Nürnberger Zeitung“ berichtete Ende vorigen Jahres über das Programm mit dem Namen „Vertrieb 2015“. Darin vorgesehen sind die Neuordnung des Vertriebs, Stellenstreichungen, Standortschließungen und -verlagerungen sowie ein neuem Vergütungssystem des Versicherers aus Franken.

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