CS Euroreal: Anlegerin erhält 40.000 € zurück

Investmentfonds Top News von Matthias Hundt

In der mündlichen Verhandlung sei das OLG auch von einer vorsätzlichen Falschberatung dem Grunde nach ausgegangen, weswegen es auch keine Verjährung der Schadensersatzansprüche der klagenden Anlegerin nach der alten Verjährungsvorschrift § 37a WpHG a.F. sah. Eser ordnet diese Tatsache wie folgt ein: „Durch diese Einschätzung greift der Verjährungseinwand nach der alten Rechtslage nicht durch. Demnach könnten geschädigte Anleger sich noch auf die allgemeinen Verjährungsvorschriften, besonders auf die tagesgenaue zehnjährige Höchstverjährungsfrist stützen.“

Wie aus einer Veröffentlichung des Anwalts Eser hervorgeht, teilte das Gericht den Vertretern der Deutschen Postbank mit, das „aufgrund der Akten- und Beweislage von einer fehlerhaften Aufklärung im Hinblick auf die Verheimlichung des Schließungsrisikos auszugehen sei". Um eine Verurteilung zu vermeiden, stimmte die Postbank dem richterlichen Vergleichsvorschlag zu.


Ursprünglich hatte die Anlegerin auf Schadensersatz in Höhe von 62.134,31 Euro geklagt. Durch den Vergleich über 40.000 Euro sowie die zwischenzeitlichen Ausschüttungen in Höhe von rund 17.000 Euro erhielt sie nun fast ihr gesamtes Investitionskapital zurück.

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