Gurken-Fonds drohen neue Verluste

Sachwerte von Christian Hilmes

Anlegern des geschlossenen Immobilienfonds IVG EuroSelect 14, der in den berühmten Londoner Büroturm „The Gherkin“ investiert, könnten noch höhere Verluste drohen, so Rechtsanwalt Dietmar Kälberer. Die DFH relativiert dieses Risiko.

Der wegen seiner markanten Form „The Gherkin“ (englisch für Essiggurke) genannte Büroturm des Rückversicherers Swiss Re in der Londoner City dürfte den Privatinvestoren, die ihr Geld darin angelegt haben, noch höhere Verluste bescheren. Grund dafür ist die massive Franken-Aufwertung zu Jahresbeginn.

Denn für den Kauf der Top-Immobilie gewährte ein Bankenkonsortium unter Führung der Bayerischen Landesbank ein Darlehen von rund 180 Millionen Britische Pfund. Aufgenommen wurde es von der Investmentbank Evans Randall und der Geschäftsführung des geschlossenen Immobilienfonds IVG EuroSelect 14 aber in Schweizer Franken.



„Fondsanlegern droht Totalverlust“
„Falls der Fonds das Franken-Darlehen zuvor noch nicht in Britische Pfund umgetauscht haben sollte, würden allein aus den jüngsten Währungsturbulenzen weitere Währungsverluste von vermutlich 35 Millionen Pfund resultieren“, erklärt Rechtsanwalt Dietmar Kälberer. Seine Berliner Kanzlei vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 betroffene Anleger.

Die rund 9.000 Fondsbeteiligten stünden jetzt „nahezu vor dem Totalverlust“, so Kälberer weiter. Und das nächste Übel sei bereits absehbar: Es sei zu befürchten, dass der Co-Investor Evans Randall, der sich am Kaufpreis von insgesamt 600 Millionen Pfund beteiligt hatte, gegenüber dem Fonds Schadensersatz geltend machen werde. Ein solches juristisches Vorgehen der britischen Investmentbank wollte Holger Römer auf procontra-Anfrage nicht ausschließen.

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 Foto: © Hendrik Schwartz – Fotolia 

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