Dollarstärke spricht für Euro-Aktien

Investmentfonds Top News von Christian Hilmes

„Europäische Unternehmen profitieren enorm vom wieder erstarkten Dollar“, erklärt Fidelity-Fondsmanager Matthew Siddle (Foto). „Denn sie erwirtschaften rund 20 Prozent ihrer Gewinne in den USA.“ Doch manche Euro-Aktienfonds profitieren davon kaum.

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„Auch die gestiegene Liquidität in Europa wirkt unterstützend.“ Denn sie führe zu einer besseren Verfügbarkeit von Bankkrediten sowie sinkenden Fremdkapitalkosten, so der Manager des Fidelity European Growth Fund (WKN: 973270). Der Blick des Fondsmanagers, der sein Portfolio aus rund 100 Unternehmen aus ganz Europa zusammenstellt, geht daher jetzt allen Unkenrufen der Euro-Skeptiker zum Trotz in Richtung der Teilnehmerstaaten der Währungsunion. Bislang machen Länder wie Großbritannien und die Schweiz, Norwegen und Dänemark noch die andere Hälfte des Portfolios aus.

Siddles Optimismus hinsichtlich der Entwicklung in den nächsten Monaten teilt Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener ifo Instituts. Nur in Griechenland, Portugal, Litauen und Slowenien hätten sich die Konjunkturerwartungen aktuell verschlechtert. Der jüngste ifo Index für die Wirtschaft im gesamten Euroraum dagegen ist im ersten Quartal von 102,3 auf 112,7 Punkte gestiegen. „Der konjunkturelle Ausblick für 2015 bessert sich, auch wenn sich die vielen strukturellen Probleme durch die quantitativen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank nicht in Luft aufgelöst haben“, erklärt Siddle. Statistik: Monatliche Entwicklung des Wechselkurses des Euro gegenüber dem US-Dollar von Januar 2014 bis Januar 2015 (in US-Dollar) | Statista
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„Die heimlichen Herrscher der Kapitalmärkte“
Die EZB-Politik der vergangenen Monate hat neben den erwachenden Konjunkturhoffnungen auch die Ausblicke der Aktieninvestoren beflügelt. Die Folge: „Die Notenbanken schüttelten Anlegerportfolios im abgelaufenen Monat kräftig durch und lieferten einen weiteren Beleg für die These, wonach FED, EZB und Co. in diesen Zeiten die heimlichen Herrscher der Kapitalmärkte sind“, erklärt Ali Masarwah, Chefredakteur der deutschsprachigen Analyseberichte der Rating-Agentur Morningstar. Doch: „Diversifizierte Wertpapierportfolios im Euroraum konnten von der Abwertung der Gemeinschaftswährung massiv profitieren.“

Jedes der 308 Produkte der Kategorie Aktienfonds Euroland im Beratertool procontra Fondsanalyse steigerte seinen Wert im laufenden Jahr um mindestens knapp 6 Prozent, so zum Beispiel der JB MS Euroland Value Stock. Der beste, der Allianz Euroland Eq Growth erreichte ein Plus um knapp 11 Prozent.

Top 3: Aktienfonds Euroland

#

Fonds

KAG

WKN

Wertentwicklung
lfd. Jahr (%)

Maximaler Wertverlust
lfd. Jahr (%)

TER (%)

1

Allianz Euroland Eq Growth

Allianz GI

A0KDNE

10,93

-4,39

1,85

2

BGF Euro-Markets

BlackRock IM  

A0J2NR

10,86

-9,77

k.A.

3

ACM Bernstein Eurozone Strat Value

Alliance Bernstein

989729

10,61

-13,95

1,90

Quelle: procontra Fondsanalyse; Stand: 06.02.2015; Rangfolge: Wertentwicklung lfd. Jahr; Filter: thesaurierende EUR-Klassen ohne ETFs 

Flop 3: Aktienfonds Euroland

#

Fonds

KAG

WKN

Wertentwicklung
lfd. Jahr (%)

Maximaler Wertverlust
lfd. Jahr (%)

TER (%)

1

JB MS Euroland Value Stock

Swiss & Global AM

926083

5,96

-11,75

1,85

2

MainFirst Classic Stock

MainFirst

722755

6,16

-9,75

k.A.

3

First Private Euro Dividenden

First Private  

A0KFTD

6,73

-9,48

1,79

Foto: Fidelity Investments 

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