Baufi-Rate durchbricht „magische Grenze“

Berater von Christian Hilmes

Baufinanzierungen werden in Deutschland immer günstiger. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobiliendienstleister Dr. Klein, der monatlich aktuelle Markttrends analysiert. Aktuell gibt es einen bemerkenswerten Stand der hauseigenen Bewertungsgröße zu berichten.

Mit nur noch 493 Euro liegt der Durchschnittswert für eine Darlehenshöhe von 150.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, 80-prozentiger Beleihung und einer Anfangstilgung von 2 Prozent jetzt unter der 500-Euro-Grenze. Diese Entwicklung hatte sich bereits angekündigt: Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich das Volumen der Standardrate um 115 Euro, sodass nach einem erneuten Rückgang um 13 Euro gegenüber dem Vormonat jetzt „die magische 500-Euro-Grenze“ gefallen sei, erklärt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG.

„Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Darlehenshöhe und erreicht mit 172.000 Euro zum Jahresende einen neuen Höchststand.“, so Gawarecki (Foto) weiter. „Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 8.000 Euro.“ Der durchschnittliche Tilgungssatz sank dem aktuellen Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung (DTB) zufolge im Dezember minimal um 0,01 Prozentpunkte auf 2,60 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreswert verzeichnet der Lübecker Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft einen Anstieg um 0,27 Punkte.

Ein vergleichsweise starker Anstieg gegenüber den Vormonaten zeigt sich derzeit bei der durchschnittlichen Sollzinsbindung. Sie verlängert sich um sechs Monate auf nun zwölf Jahre und neun Monate. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Verlängerung um 16 Monate.

Der durchschnittliche Beleihungsauslauf verliert 0,72 Prozentpunkte und fällt auf 78,51 Prozent zurück. Das heißt: Darlehensnehmer in Deutschland investieren jetzt einen durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von 21,49 Prozent in ihre Baufinanzierung, nach 22,07 Prozent vor einem Jahr.


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