34i GewO: Auch BVK für IHK-Zuständigkeit

Berater von Christian Hilmes

Für die Vermittler von Wohnimmobilienkrediten und Bausparverträgen sollten ähnliche Bestimmungen gelten wie für Versicherungsvermittler, fordert BVK-Präsident Michael H. Heinz. Auch der Branchenverband AfW fordert eine IHK-Zuständigkeit für 34i-Vermittler.

Bereits im vorigen Jahr hat das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz einen Referentenentwurf erarbeitet, um die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite in nationales Recht umzusetzen. Demnach soll die Vermittlung entsprechender Finanzprodukte nach dem neuen Paragrafen 34i GewO reguliert werden. Und auch die Tätigkeit von Honorarberatern in diesem Geschäftsfeld wird ebenfalls gesetzlich geregelt.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt das Ziel, Darlehensnehmer besser zu schützen. Auch die Umsetzung wird von BVK-Präsident Heinz positiv bewertet: „Wir befürworten, dass der Referentenentwurf ähnliche Bestimmungen vornimmt, wie sie seit Jahren im Versicherungsvermittlerrecht gelten.“ Das betreffe zum Beispiel die Nachweise der Sachkunde und einer Berufshaftpflichtversicherung.

Gesonderte Erlaubnis der IHK
Vermittler von Hypothekendarlehen müssten auch eine gesonderte Erlaubnis zur Berufsausübung durch eine Registrierung bei den örtlichen Industrie- und Handelskammern beantragen. Das bereits bestehende IHK-Vermittlerregister solle für den Bereich der Immobilienkreditvermittler erweitert werden, wünscht sich der BVK. Damit könne die bestehende Struktur genutzt werden.

„Eine Reihe von Versicherungsvermittlern ist auch im Bereich der Immobilienkreditvermittlung tätig, so dass ein organisatorisch einheitliches Vermittlerregister auch zu mehr Transparenz führen könnte“, kommentiert BVK-Präsident Heinz. „Die bisherige einheitliche Regelung der Registerführung im Bereich der Versicherungsvermittlung hat sich aus unserer Sicht bewährt.“

„One-Stop“-Lösung ist Konsens
Nicht bewährt habe sich in der Vergangenheit hingegen die Erlaubniserteilung für Finanzanlagenvermittler, für die mancherorts auch Gewerbeämter zuständig sind. „Unsere Mitglieder erlebten hier große qualitative Unterschiede zwischen den Industrie- und Handelskammern und den Gewerbeämtern“, erklärt Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung.

Um unnötige Schnittstellen zwischen dem Behörden- und dem Kammersystem zu vermeiden, sei ein möglichst vereinheitlichtes Verfahren sinnvoll. Die so genannte „One-Stop“-Lösung ist eine gemeinsame Forderung der Vermittlerverbände BVK und AfW, der sich auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft angeschlossen haben.

Seite 1: 34i GewO: BVK für IHK-Zuständigkeit
Seite 2: Provisionsausweis sorgt für Uneinigkeit

Foto: BVK

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare