„USA stehen vor einem pazifischen Jahrhundert“

Investmentfonds von Christian Hilmes

Professor Dr. Michael Werz erklärte jetzt auf Einladung von Axa Investment Managers, warum die Zukunft Amerikas im Pazifik liegt – und welche Folgen das für Europa hat. Langfristig führe an US-Aktien als wichtigem Teil der Vermögensallokation kein Weg vorbei.

Die ökonomische Kraft von Hong Kong, Taiwan und Singapur, die technologische Expertise Japans und Südkoreas, der Rohstoffreichtum Australiens, Indonesiens und Kanadas: Der Pazifische Raum verfügt über ein so großes wirtschaftliches Potenzial, dass er in den kommenden Jahrzehnten die Geschicke der Welt entscheidend bestimmen wird. Diese These vertrat Werz am Mittwoch auf Einladung der Fondstochter des Axa-Konzerns beim Fondskongress in Mannheim. 

„Pazifik Mittelmeer des 21. Jahrhunderts“ 
„Der Pazifische Ozean wird zum Mittelmeer des 21. Jahrhunderts, denn die entscheidenden Handelswege verlaufen dort“, erklärte der Senior Fellow am politischen think tank „Center for American Progress“ mit Sitz in Washington. „Diese nicht aufzuhaltende Entwicklung droht Europa zumindest aus US-amerikanischer Perspektive in die Peripherie zu verdrängen.“



Für die USA und andere Anrainerstaaten des Pazifik berge die Entwicklung aber auch große wirtschaftliche Chancen. So wickelten die USA bereits jetzt ein Viertel ihres Außenhandels allein mit China, Japan, Südkorea und Taiwan ab. Dagegen betrage der Anteil des Handels mit der Europäischen Union weniger als 17 Prozent. Und dies sei erst der Anfang, so Werz, der seit zwölf Jahren in den USA lebt: „Im Jahr 2022 werden 54 Prozent der weltweiten Mittelschichten im Pazifischen Raum leben. Bis dahin werden die Waren- und Dienstleistungsimporte der Anrainernationen von heute rund vier Billionen auf knapp 10 Billionen US-Dollar steigen.“

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Foto: Stephan Röhl, Heinrich Böll Stiftung [CC-BY-SA (http://en.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons), via Wikimedia Commons [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flickr_-_boellstiftung_-_Dr._Michael_Werz.jpg]; Grafik: Statista

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