Sparer überdenken ihre Geldanlage

Investmentfonds von Stefan Terliesner

Aktien und Aktienfonds rücken in der Beliebtheitsrangliste nach oben. Anleger wünschen geringe Gebühren, Wertstabilität und eine verständliche Darstellung von Chancen und Risiken.

Die Niedrigzinsphase bringt Sparer und Geldanleger in Bedrängnis. Laut einer Pressemitteilung zur Studie „Marktpotenzial von privaten Geldanlegern“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov planen 21 Prozent der 20- bis 65-jährigen Sparer und Geldanleger auch deswegen in den nächsten zwölf Monaten den Erwerb neuer Geldanlagen. Fast jeder Zweite (48 Prozent) sei mit seinem Ertrag der letzten zwölf Monate unzufrieden und nur fast ein Fünftel (18 Prozent) begeistert. Das restliche Drittel (34 Prozent) beurteile die Höhe der Kapitalanlagen zumindest mit „gut“.

Präferenzliste neu sortiert
Unter den Investmentplanern habe sich die Präferenzliste inzwischen neu sortiert. Neben Klassikern wie Tagesgeld, Festgeld und Bausparen stünden Aktien und Aktienfonds inzwischen sehr weit oben im Ranking. Ganz oben stünden bei den Produkterwartungen von Geldanlegern geringe Gebühren und eine gute Rendite. Aber auch eine hohe Wertstabilität und eine verständliche Darstellung von Risiken und Chancen der Produkte werden von rund vier Fünftel als wichtig erachtet, heißt es im Pressetext. Für die Studie seien 1.062 Personen repräsentativ befragt worden.

Deka und Union weit vorn
Die Bekanntheit einzelner Fondsgesellschaften sei bei Sparern und Geldanlagern nach wie vor über die Bankverbindung geprägt. Hier lägen Deka Investments (Sparkassen) und Union Investment (Genossenschaftsbanken) weit vorn. Werden ausschließlich Geldanlage-Planer gefragt, so seien Deka Investments, Union Investment und DWS Investments (Deutsche Bank) fast gleich auf die erste Wahl (jeweils rund zwölf Prozent).

Positives Image durch Kundennähe
Die Studie zeige auch, dass Deka Investments und Union Investment ihr positives Image vor allem durch die Beratungsstellen in Kundennähe erreichten. Dagegen stünden die Marken DWS Investments, Carmignac und Franklin Templeton bei den Geldanlegern für die höchste Wertstabilität. Universal-Investment, Metzler und Warburg würden in der individuelle Beratung punkten. Als Anbieter mit sehr innovativen Produkten werde Capital International, db x-trackers und Invesco (PowerShares) gesehen. Die Marken db x-trackers, Universal-Investment und Union Investment stünden für gute Produkte für Kleinanleger.

Marken bei Selbstentscheider nicht so wichtig
„Das Markenimage der Geldanlageanbieter ist bei den selbstständigen Entscheidern wesentlich differenzierter als bei klassischen Beraterkunden“ wird Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov, im Pressetext zitiert. „Bei der Zielgruppe der Selbstentscheider beim Online-Broker gewinnen weniger bekannte Marken deutlich an Beliebtheit und stehen aufgrund spezifischer Qualitätswahrnehmungen dann in der ersten Wahl“, so Gaedeke.

Folgende Marken seien untersucht worden: Amundi, Allianz Global Investors, BlackRock, BNP Paribas, Capital International, Carmingnac, ComStage, Credit Suisse, db x-trackers, Deka Investments, DWS Investments, Edmond de Rothschild, Frankfurt-Trust, Franklin Templeton, Goldman Sachs, HSBC, ING, Invesco, iShares, JP Morgan Fleming, Julius Baer, Lyxor, Metzler, Morgan Stanley, Nordea, Pioneer, Schroder, Threadneedle, UBS, Union Investment, Universal-Investment und Warburg.

Foto: © vizafoto - Fotolia

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