Bleiben Makler vom „Vermittlersterben“ verschont?

Berater Top News von Christian Hilmes


„Statistik Ausdruck von Hilflosigkeit“
Für Dr. Hans-Georg Jenssen (Foto) ist die steigende Zahl von Versicherungsmaklern in der aktuellen DIHK-Statistik „kein gutes Zeichen, sondern eher ein Ausdruck von Hilflosigkeit“. Der Geschäftsführende Vorstand des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) begründet: „Es handelt sich bei den Neuen zum Großteil um Vermittler, die entweder völlige Neulinge sind oder aus der Ausschließlichkeit in den Maklerberuf „gedrängt“ werden und den Anforderungen kaum gerecht werden.“

„Das sehen wir mit großer Sorge, denn unser Ziel ist, dass unser Beruf nur von professionellen Maklern ausgeübt wird“, so Jenssen weiter. „Wir unterstützen daher die freiwillige Weiterbildungsinitiative 'gut beraten', um eine Art Filter zu schaffen.“



LVRG verändert den Vermittlermarkt
Allerdings dürften viele der Neueinsteiger auch ohne einen Zwang zur Qualifizierung bald aufgeben, erwartet der VDVM-Vorstand. Die Zahl der Versicherungsmakler in der DIHK-Statistik werde daher künftig sinken.

Denn infolge des Zinstiefs wird die Lebensversicherung für den Sparer „nicht gerade interessanter“, sagt Jenssen voraus. „Dadurch wird die Beratung erschwert.“ Und auch bei den Vermittlern dürfe sich Ernüchterung breit machen, da der Neueinstieg in den Maklermarkt aufgrund der zu erwartenden Kürzungen bei den Abschlusscourtagen beziehungsweise Umverteilungen unattraktiver werde.


Stand: 02.01.2015

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Foto: Verband Deutscher Versicherungsmakler