Shedlin-Pleite: Mit Ansage?

Sachwerte Top News von Robert Krüger-Kassissa

Anlegerschutzanwalt Helge Petersen sieht die acht geschlossenen Fonds des insolventen Initiators Shedlin Capital in Gefahr.

Seit vergangener Woche befindet sich das Emissionshaus Shedlin Capital in einem Insolvenzverfahren. Auch wenn die acht geschlossenen Fonds des Hause derzeit von der Insolvenz noch nicht betroffen sind, dies werde noch kommen. So zumindest die Meinung des Kieler Anlegerschutzanwaltes Helge Petersen. „Es ist aus unserer Sicht seit geraumer Zeit absehbar, dass die Fonds in einer Sackgasse enden“, erklärt Helge Petersen. „Wir rechnen damit, dass die Fonds weitgehend nicht überleben werden.“ Dabei waren die Fonds von Beginn zweifelhaft konzipiert. Die viel zu hohen Gebühren, die Weichkosten und die zum Teil unrealistischen Berechnungen stellten für die Prognose ein enormes Problem dar.

In die acht Fonds des Hauses haben mehrere Tausend Anleger aus Deutschland und Österreich rund 140 Millionen Euro investiert. Die größten Fonds sind die Middle East Health Care 1 und 2 (MEHC), welche sich bereits seit Jahren in Schieflage befinden. Beim drittgrößten Fonds Chinese Property solle es nach Angaben von Shedlin besser laufen als bei den MEHC-Fonds. Beim Chinese Property sollen die Anleger Ende 2014 ihr Eigenkapital ausbezahlt bekommen. Allerdings ruderte Shedlin nach Angaben von Petersen auch bei dieser Aussage schon wieder zurück. „Die Chance, wirklich Geld zu verdienen, gab es im Grunde nicht, der Verlust war viel realistischer. Somit ist die Insolvenz nur die logische Konsequenz des Missmanagements und bei einem Blick auf den Markt noch nicht einmal etwas Besonderes“, kommentiert Petersen.

Foto: © Maria Eleftheria - Fotolia

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