Abkürzung zur BU

Versicherungen von Friederike Krieger

Die Anbieter werben mit zeitlich begrenzten BU-Aktionen um neue Klientel. Für den Makler sicher eine gute Gelegenheit, seine Problemkandidaten unterzubringen. Doch die Aktionen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung belasten den Bestand.

Immer mehr Versicherer bieten Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) mit vereinfachter Gesundheitsprüfung an. Für Makler bietet sich dadurch die Chance, Problemkunden mit geringen Aussichten auf einen regulären BU-Vertrag gegen den Verlust der Arbeitskraft abzusichern. „Das macht Sinn für Kunden, die ansonsten keine BU-Police bekommen“, sagt der Hamburger Versicherungsmakler Eckhardt Borchardt, der sich unter anderem auf BU-Policen spezialisiert hat.

Bei regulären BU-Versicherungen stellen Versicherer eine ganze Reihe Fragen zum Gesundheitszustand, zu gefährlichen Hobbys oder Gefahren im Beruf. Wer etwa Asthma, Rückenbeschwerden oder psychische Vorerkrankungen hat, muss oft hohe Risikozuschläge oder Ausschlüsse akzeptieren – oder bekommt gar keinen Vertrag. Auch wer riskanten Freizeitbeschäftigungen wie dem Gleitschirmfliegen frönt, kann Probleme beim Abschluss bekommen.

Einen Ausweg kann eine BU-Gruppenpolice über den Betrieb bieten. Hier verlangen die Versicherer meist nur eine einfache Dienstobliegenheitserklärung. Darin erklärt der Arbeitgeber, dass der Arbeitnehmer nicht berufsunfähig ist und innerhalb eines bestimmten Zeitraums – meist zwei Jahre – nicht länger als zwei bis vier Wochen arbeitsunfähig war. Berufs- und sonstige Verbände bieten ebenfalls oft Gruppenverträge an.

Aber auch für Kunden, die nicht auf ein solches Angebot zurückgreifen können, besteht Hoffnung, trotz Vorerkrankung eine BU-Police zu ergattern. Um das Neugeschäft anzukurbeln, bieten Versicherer immer wieder auch abseits der betrieblichen Altersversorgung in zeitlich begrenzten Aktionen BU-Policen mit nur wenigen Gesundheitsfragen an. Aktuell sind das beispielsweise WWK, HDI, Standard Life, Württembergische und Volkswohl Bund. Viele Angebote laufen zum Jahresende aus, doch auch 2015 wird es wieder neue Aktionen geben.

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Illustration: Roman Kulon

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