Saure Gurkenzeit für Gherkin-Anleger

Sachwerte von Christian Hilmes


2009 Beleihungsverhältnis überschritten
Das Problem: Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde 2009 das vertraglich festgelegte Beleihungsverhältnis zum Wert der Immobilie (Loan-to-Value) überschritten. Fünf Jahre lang hielt das finanzierende Bankenkonsortium seine Darlehen aufrecht.

Eine der Voraussetzungen dafür lautete, dass keine weiteren Auszahlungen an die Anleger stattfinden und erwirtschaftete Überschüsse auf einem Treuhandkonto gesammelt werden. Trotz Einhaltung der Absprachen stellte das Konsortium unter Führung der Bayern LB im Frühjahr die Immobilie unter Zwangsverwaltung.

Erste Klagen gegen Vertriebsbanken
Inzwischen betreut die Kanzlei Kälberer & Tittel nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Anleger des geschlossenen Immobilienfonds. „Viele haben bereits Klageaufträge erteilt“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Klagen richten sich demnach vor allem gegen die Deutsche Bank und gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank.

„In vielen Fällen wurden die Anleger damals von den Vertriebsbanken nicht ausreichend über die Risiken der Fondsbeteiligung aufgeklärt“, so Rechtsanwalt Kälberer. Das betreffe insbesondere die Gefahren durch die Zins-Swaps.

Ansatzpunkt Rückvergütungen 
Aber auch über über Rückvergütungen an die Vertriebsbanken seien die Anleger unzureichend informiert worden. Damit böten sich für Anleger gute Chancen, auf dem Rechtsweg Schadensersatzansprüche gegen die Banken durchzusetzen.

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