Rentenbeitrag sinkt auf 18,7 Prozent

Versicherungen von Christian Hilmes

Trotz Mütterrente und abschlagsfreier Rente mit 63 dürften die Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung im kommenden Jahr deutlich anschwellen. Das bietet finanziellen Spielraum, den Beitragssatz jetzt zu senken.

Die Senkung des Beitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte kündigte am Donnerstag Andrea Nahles (SPD, Foto unten) an. „Die Rentenkasse hat wegen der guten wirtschaftlichen Lage hohe Reserven“, erklärte die Bundesarbeits- und Sozialministerin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.



Demnach würden dadurch Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die gemeinsam die gesetzliche Rentenversicherung mitfinanzieren, um 2 Milliarden Euro entlastet. Im vorigen Jahr war der Beitrag stabil geblieben, um das inzwischen verabschiedete Rentenpaket zu finanzieren.

Beitragssenkung gesetzlich festgelegt
Der Beitragssatz muss gesenkt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung die Höhe von 1,5 Monatsausgaben überschreiten dürfte. Genau das droht nach Prognosen der Bundesregierung im kommenden Jahr bei einem unveränderten Beitragssatz von 18,9 Prozent.



Denn mit Abschluss der Steuerschätzung stünden der Bundeszuschuss aus der Mehrwertsteuer an die Rentenkasse fest. Demnach würde die Rücklage auf rund 32,2 Milliarden Euro ansteigen, was rund 1,7 Monatsausgaben entspräche. Dieser Wert nach Reuters-Angaben bereits in diesem Jahr übertroffen. 



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