Selbst verstümmelt um Police zu kassieren?

Panorama von Christian Hilmes

Für die Bild-Zeitung ist es der „verrückteste Versicherungsbetrugsfall des Jahres“: Im schleswig-holsteinischen Norderstedt steht derzeit ein „Versicherungsfachmann“ vor Gericht, der sich mutmaßlich geplant seinen Daumen und Zeigefinger abgetrennt hat.

Die Staatsanwaltschaft wirft Ralf-Werner D. vor, seine Versicherer betrügen zu wollen. Der Angeklagte habe zuvor monatlich die immense Summe von 1.800 Euro an Versicherungsprämien gezahlt, um nach eigenen Angaben „rundum abgesichert“ zu sein. Diese Begründung sei aber nicht glaubwürdig und stattdessen ein Vorwand, um jetzt die Versicherungssumme von 1,4 Millionen Euro aus vier verschiedenen Versicherungen zu kassieren.

Kurz nach D.s eigenen beruflichen Einstieg in die Versicherungsbranche erfolgte nämlich ein scharfer Einschnitt: Als er vor vier Jahren Kanthölzer für sein neues Agenturschild zurechtsägen wollte, seien ihm seine Pudel-Spitz-Mischlinge in die Quere gekommen, gab der 50-Jährige zu Protokoll. Bei dem dann angeblich folgenden Sturz in Richtung der laufenden Tischkreissäge habe der Rechtshänder sich seine linke Hand unwiederherstellbar verletzt.

Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com

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