Schön flüssig

Investmentfonds Top News von Julia Groth


Strategiemix für Versicherer
Immer mehr Anleger suchen das Beste aus zwei Welten und wollen weder voll auf Aktien noch voll auf Anleihen setzen. Davon profitiert der Mischfonds „SLI Global Absolute Return Strategies“ von Standard Life Investments (SLI). In den vergangenen drei Jahren investierten Anleger dort unterm Strich rund sechs Milliarden Euro. Der Fonds wird vor allem an Versicherer und Pensionskassen verkauft. Diese schätzten die niedrige Volatilität des Fonds, sagt Manager Guy Stern: „Unser Investmentansatz verhindert die Konzentration von Risiken und stellt sicher, dass keine Einzelstrategie das Portfolio dominiert.“

Einen speziellen Fokus auf Privatanleger gebe es nicht, teilt SLI mit. Das heißt: Der Fonds steht nicht im Schaufenster und wird wohl kaum von Privatinvestoren aktiv nachgefragt. Dementsprechend dürfte nur ein kleiner Teil der Zuflüsse von Retail-Anlegern stammen. Diese müssen sich darauf einstellen, dass sie mit dem Fonds weniger verdienen als Institutionelle: Die institutionelle Tranche hat seit Auflage ein deutlich höheres Plus erzielt als die Retail-Tranche. Auf Dreijahressicht erzielte die Anlageklasse für Privatanleger aber immerhin ein Plus von 6,3 Prozent jährlich. Damit eignet sich der Fonds durchaus als Beimischung.

Ambitioniertes Renditeziel
Institutionelle Investoren wollen mit Mischfonds ihre Portfolios breiter aufstellen, höhere Renditen erzielen als mit reinen Anleihefonds und dabei trotzdem ihre Anlagerichtlinien einhalten. Auch die Zuflüsse im Fonds „MS Diversified Alpha Plus“ von Morgan Stanley dürften größtenteils von Profi-Anlegern wie Versicherern und Pensionskassen stammen – genau kann oder will es der Anbieter nicht sagen. Der Fonds wird jedenfalls nicht gezielt an Privatanleger vermarktet. Trotzdem sammelte er in den vergangenen drei Jahren rund 5,9 Milliarden Euro ein.

Ähnlich wie Guy Stern von SLI setzt auch Morgan-Stanley-Manager Cyril Berteaux auf einen Mix aus unterschiedlichen Strategien und Anlageklassen, um die Schwankungen im Portfolio niedrig zu halten. Über einen Marktzyklus hinweg will er so eine absolute Rendite von satten 10 Prozent pro Jahr erwirtschaften. In den vergangenen drei Jahren lag dieses Ziel in greifbarer Nähe: Der Fonds lieferte in diesem Zeitraum rund 9,3 Prozent jährlich. Im laufenden Jahr sieht es mit einem Minus von bisher rund 0,5 Prozent indes mau aus.

In der procontra-Fondsanalyse finden Sie aktuelle Informationen zu über 20.000 Investmentfonds aus zwölf Anlageklassen von Aktienfonds bis Alternativen Investments.


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