Schön flüssig

Investmentfonds Top News von Julia Groth


Vertrauen in das Wunderkind
Der global investierende Anleihefonds „Templeton Global Total Return“ steht laut Franklin Templeton bei vielen institutionellen Inves-toren auf dem Einkaufszettel, vor allem bei unabhängigen Vermögensverwaltern und Dachfondsmanagern. Mit einem Volumen von rund 26,5 Milliarden Euro ist er ein echtes Schwergewicht. Fast ein Drittel des verwalteten Vermögens, nämlich 8,6 Milliarden Euro, kam in den vergangenen drei Jahren neu dazu.

Fondsmanager Michael Hasenstab gilt als Wunderkind der Branche und ist dafür bekannt, relativ hohe Risiken einzugehen. Vor dem Zinsänderungsrisiko scheut er allerdings zurück. Als Vorbereitung auf steigende Zinsen in den USA und Europa hat er die Duration des Portfolios stark gesenkt. Das macht den Fonds für institutionelle Investoren interessant, die in breit aufgestellte Rentenprodukte investieren müssen, aber nicht von einem Zinsanstieg überrascht werden wollen.

Die Zuflüsse von Institutionellen konnten die Abflüsse von Privatanlegern im laufenden Jahr mehr als ausgleichen. Privatinvestoren waren offenbar von der schwierigen Gemengelage auf den Rentenmärkten verunsichert. Dabei hat die Retail-Tranche des „Templeton Global Total Return“ mit durchschnittlich rund 6 Prozent Plus pro Jahr in den vergangenen drei Jahren zuletzt überzeugt. „Der Fonds steht nach wie vor bei vielen Banken auf der Empfehlungsliste, weil Banken mangels hausinterner Expertise die Produktkategorie Global Bond nicht selbst abbilden können“, sagt ein Sprecher von Franklin Templeton.



Furioser Start mit US-High-Yields
Auf der Jagd nach Rendite greifen viele Anleiheinvestoren zu Papieren mit relativ langer Laufzeit oder niedriger Bonität. Es ist also nur folgerichtig, dass mit dem „Allianz US High Yield“ auch ein lupenreiner Hochzinsanleihefonds zu den Verkaufsschlagern zählt. Der Fonds von Allianz Global Investors (AGI) konnte in den vergangenen drei Jahren netto rund 8,3 Milliarden Euro einsammeln – ein furioser Start, denn aufgelegt wurde der Fonds erst im Jahr 2010. Die Zuflüsse stammen vor allem von privaten und institutionellen Investoren aus Europa und Asien. Genauere Informationen gibt die Gesellschaft nicht.

Seit einiger Zeit interessierten sich auch US-Anleger vermehrt für den Fonds, heißt es lediglich von AGI. Das kann der Anbieter als echten Vertriebserfolg verbuchen. Amerikanische Investoren haben schließlich genügend heimische Alternativen für ein Investment in US-Hochzinsanleihen. Auf Dreijahressicht erzielte Fondsmanager Doug Forsyth im Schnitt ein jährliches Plus von knapp 11 Prozent. Damit hat er Anleger für das relativ hohe Risiko angemessen entschädigt.

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