Nachhaltig getestet?

Investmentfonds Print Vorschau von Stefan Terliesner

Die jüngste Untersuchung ethisch-ökologischer Fonds löste heftige Reaktionen aus. Dabei verdient auch die Herangehensweise der Tester von der Verbraucherzentrale Bremen einen kritischen Blick.

Die Verbraucherschützer haben sich mal wieder an das Thema Geldanlage gewagt. Und prompt sorgt der Test für Aufregung. Es geht um 34 globale Aktienfonds, von denen die Anbieter behaupten, dass sie nachhaltig investieren. Angeblich erfüllt indes nur ein einziger Fonds den vorgegebenen Kriterienkatalog vollständig.

Direkt ist in den Medien von „Grünen Lügen“ und „Mogelpackung Nachhaltigkeitsfonds“ die Rede. Doch das Thema ist komplexer und eine pauschale Schelte übersieht die Schwächen der Herangehensweise und die Prinzipien einer individuellen Finanzplanung.

Kosten und Rendite unberücksichtigt
Die Verbraucherzentrale Bremen hat eine Reihe von Kriterien vorgegeben. Für die Rangfolge der Fonds war aber dann nur entscheidend, welchen Anteil an den Ausschlusskriterien ein Produkt jeweils erfüllt.

Damit schlüpfen die Verbraucherschützer in die Rolle eines Anlegers, der rein ethisch denkt und kompromisslos Fonds mit „problematischen“ Zielinvestitionen aussortiert. Die Relevanz von Kosten und Rendite bliebe so unberücksichtigt.

Nur ein Öko-Fonds kommt infrage
Unter Vernachlässigung weiterer Aspekte käme für die Verbraucherschützer nur ein Fonds infrage. Lediglich der ÖkoWorld ÖkoVision Classic (WKN 974968) erfüllt alle 13 Ausschlusskriterien.

Wie die 45 weiteren Produkte in dem Test abschneiden und warum die Methodik der Fonds-Tester zu kurz greift, lesen Sie im vollständigen Artikel in der kommenden Ausgabe der procontra. Ab 17. Oktober im Handel.



Foto: © weerapat1003 – Fotolia.com

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