Mehr als 1.000 gesprochene Worte

Berater von Bernhard P. Wirth

Die non-verbale Kommunikation der Körpersprache offenbart oftmals mehr als unzählige gesprochene Wörter. Körpersprache-Experte Bernhard P. Wirth erläutert Deutungsmöglichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Sitzen und Armbewegungen stehen und wie Makler dies für ihren Beratungsalltag nutzen können.

Auch Verkäufer und deren Kunden kommunizieren bewusst und unbewusst mit ihrer Körpersprache. Die Körpersprache jedes Kunden verrät seine wahren Gedanken hinter jedem ausgesprochenen Wort.

Die „Kunst des Menschen lesen“ liegt darin, die Mitmenschen und sich Selbst, auch oder wieder durch die Brille der Körpersprache und Charakterkunde in der Kommunikation wahrzunehmen.

Was „das Sitzen“ und „Arme-Verschränken“ von den Menschen verrät:

Das menschliche Sitzen
Das menschliche Sitzen nimmt im Bereich der unbewussten Körpersprache eine wichtige Rolle ein. Bewusstes Sitzen durch eine vorgegebene Sitzordnung, z.B. bei einer Hochzeit, ist für uns in der Körpersprache kein Deutungsinstrument. Dazu gehört auch das „krankheitsbedingte so Sitzen müssen“. Sitzen - neben dem Ruhen, ausruhen haben wir es hier in sehr direkter Weise mit dem Thema „Mensch und Macht“ zu tun. Wo sitzt der Chef? Wer sitzt dem Chef am Nächsten? Und wer weiter entfernt? Wo sitzt schon immer das älteste Familienmitglied am Mittagstisch? In fast allen Kulturen gibt es dieses Rollenverhalten, geregelt nach autorisierter Macht oder/ und nach zeitlich bedingter Macht. Ausgenommen von diesen Regeln sind Kleinkinder und kranke Menschen. Denn wie auch auf anderen Lebensgebieten, hier darf schon gesagt werden, „hebelt“ Fürsorge und Moral normbedingtes Rollenverhalten aus.

Das gegenüber Sitzen
Beim gegenüber Sitzen, sitzen beide Gesprächspartner von Angesicht zu Angesicht. Im dem Wort „gegen“ ist ja bekanntlich schon das Wort“ Gegner“ hörbar. Also eine polare, gespannte Sitzordnung. Durch die Brille der Körpersprache wird das „gegenüber Sitzen“ als ein noch nicht oder nicht mehr beziehungs-intensives Sitzverhalten gedeutet. Meist setzen sich Menschen beim ersten Kennenlernen noch gegenüber, bei weiteren Treffen rücken sie sprichwörtlich immer näher zusammen. Nicht zufällig sitzt bei Gericht der Richter höher und der Angeklagte tiefer gegenüber. Für beziehungsgestaltende Gespräche und/oder gefühlsgeführten Verhandlungen sollte, soweit durch räumliche Zimmeraufteilung es möglich ist, ein gegenüber sitzen vermieden werden. Muss einmal einem Mitarbeiter gehörig die Meinung gesagt werden, ist ein gegenüber sitzen selbstredend. Menschen deren SEPP, die Selbst -- Erfüllende -- Prophezeiungs -- Person, also der Gedankenmanager, ein ausgesprochenes Macht- oder Streitverhalten mag, favorisieren das gegenüber sitzen.

Das seitliche Sitzen
Das seitliche Sitzen ist ein sich näher kommen oder ein sich näher sein. In dieser Sitzpostion wird der Gesprächspartner zu Mit-Menschen. Aus Sicht der Körpersprache lesen wir beim seitlichen Sitzen eine hohe Beziehungsgestaltung heraus. Setzen sich sich, wenn es die Situation für sie zulässt, und ihr SEPP es auch will, bei für sie wichtigen Gesprächen und Verhandlungen seitlich. Damit zeigen sie ihrem Gesprächspartner nicht nur bewusst sondern auch unbewusst, das sie an einer intensiveren Beziehungsgestaltung interessiert sind. Ist die Chemie zu ihrem Gesprächspartner für ihren SEPP positiv, wird er unbewusst das seitliche Sitzen von ihnen fordern.

Sie können den Körpersprache-Experten Bernhard P. Wirth am 8. November 2014 auch live in Berlin erleben:

http://bernhard-p-wirth-shop.com/produkt-kategorie/buecher/faszination-koerpersprache-und-master-of-communication/

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Foto: Bernhard P. Wirth