Deutsche können sich Sparen nicht leisten

Berater von Christian Hilmes

Immer mehr Bundesbürger sehen sich „finanziell nicht in der Lage“, Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen. Der Anteil derjenigen, die deshalb aufs Sparen verzichten, ist in den vergangenen zwei Jahren stetig von 12 auf 16 Prozent angestiegen.

Besonders hoch ist der Anteil derjenigen, die keine Rücklagen fürs Alter bilden, bei den 14- bis 29-Jährigen, von denen nur knapp jeder Zweite privat vorsorgt. Das ist geht aus der aktuellen Studie „Vermögensbarometer 2014“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervor.

„Wir müssen den gesetzlichen Rahmen optimieren, um wieder mehr Anreize fürs Sparen zu schaffen“, fordert jetzt DSGV-Präsident Georg Fahrenschon (Foto links). Er ruft die Politik dazu auf, das Vermögensbildungsgesetz neu zu justieren: „Gerade die sogenannte Arbeitnehmer-Sparzulage ist eine bewährte Anschubunterstützung für den frühzeitigen Vermögensaufbau. Der Förderumfang ist aber bislang so niedrig, dass kein substanzieller Anreiz zum Sparen entsteht.“

Mehr Anreize für Vermögensbildung gefordert
Derzeit werde ein Anlagehöchstbetrag von 400 bis 470 Euro durch die Zulage gefördert. „Nur mit einer deutlichen Anhebung und dauerhaften Dynamisierung der Anlagehöchstbeträge lassen sich die notwendigen Anreize schaffen, um die Vermögensbildung wirklich zu fördern“, so Fahrenschon weiter.



Daneben müssten auch die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmer-Sparzulage „deutlich“ erhöht werden. Dadurch werde das Vermögensbildungsgesetz „wieder breiteren Schichten der Bevölkerung zugänglich gemacht“.

Fotos: © gradt – Fotolia, Deutscher Sparkassen- und Giroverband