Betongold-Fonds immer noch nicht liquidiert

Investmentfonds von Christian Hilmes

Der erhoffte Endpunkt ist nur ein Etappensieg: Anleger, die den Auflösungsterminen zweier offener Immobilienfonds entgegengefiebert haben, müssen sich weiter gedulden. Denn die Manager konnten noch nicht alle Objekte in den Portfolios zu Geld machen.

Seit gestern ist der umstrittene Fonds Immoselect (WKN 984645) für die Fondsgesellschaft Axa Investment Managers Deutschland (Axa IM) Geschichte: Verantwortlich für die weitere Abwicklung des Fondvermögens in den kommenden drei Jahren ist die Caceis Bank als zuständige Depotbank.

Eigentlich sollten inzwischen alle 66 Immobilien, die sich zu Beginn der dreijährigen Liquidationsphase im Bestand des Fonds befanden, verkauft sein. Doch neun Objekte im Portfolio gelten derzeit als nahezu unverkäuflich. Ihr aktueller Verkehrswert: rund 413 Millionen Euro.


Abschlag: rund ein Viertel des Wertes
Auf die Depotbank übergegangen ist jetzt zum Beispiel ein Objekt im niederländischen Amersfoort, das komplett leer steht. Etwas besser stehen laut Axa IM die Verkaufschancen für die übrigen acht Immobilien in Schweden, Luxemburg, Belgien, Italien, Spanien, Tschechien und Düsseldorf.

Zu verkaufen sind die neun Ladenhüter wohl nur mit hohen Abschlägen: Bereits beim Losschlagen der 57 Fondsobjekte, die 82 Prozent des Immoselect-Portfolios ausmachten, verzeichnete die Fondsgesellschaft einen durchschnittlichen Abschlag zum Verkehrswert von knapp 26 Prozent.

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