Angst vor Altersarmut ist weiblich

Berater von Christian Hilmes

66 Prozent der Bundesbürger machen sich Sorgen, im Alter ihren den Lebensunterhalt nicht bestreiten zu können. Die Besorgnis der Deutschen ist angesichts einer großen Lücke zwischen gewünschten und geleisteten Sparbeiträgen nicht unbegründet.

Deutschlands Frauen blicken besonders ängstlich in die Zukunft: 72 Prozent befürchten, mit ihrer gesetzlichen Rente und privaten Altersvorsorge nicht auszukommen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Hannoversche Lebensversicherung aus der VHV Gruppe hervor.

Der Grund: Die Sparerinnen sorgen privat nicht ausreichend vor und sind sich dessen auch bewusst: Die Teilnehmerinnen der Umfrage legen nach eigenen Angaben im Durchschnitt monatlich 56 Euro zurück. Für notwendig halten sie demnach aber durchschnittlich 92 Euro.

Doch auch bei den Männern klafft eine Lücke: Obwohl sie im Durchschnitt 166 Euro pro Monat für den benötigten Sparbeitrag halten, sparen sie real nur 98 Euro. Für alle Deutschen betragen die monatlichen Durchschnittswerte 128 beziehungsweise 76 Euro.



Geringverdiener haben Grund zur Sorge
Geringverdiener mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro legen pro Monat durchschnittlich rund 18 Euro für Rente und Pflege zurück. Für notwendig halten sie jedoch 98 Euro.

Aber auch Gutverdiener, deren Haushalte pro Monat über 4.000 bis 5.000 Euro verfügen können, sorgen zu wenig vor: Die Teilnehmer der Umfrage aus dieser Einkommensklasse halten zwar 235 Euro für erforderlich. Doch nur 182 Euro legen sie pro Monat auch wirklich zurück.

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia  

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