Die beste Alternative zur BU

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Alternative Produktlösungen für Menschen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, sind auf dem Vormarsch. Das Angebot an funktionellen Invaliditätsversicherungen ist mittlerweile sehr vielfältig geworden.

Wer einen körperlich herausfordernden Job hat oder über Vorerkrankungen verfügt, tut sich schwer, einen bezahlbaren Schutz vor Berufsunfähigkeit zu finden. Der Wettbewerb um mehr Qualität im BU-Segment hat zu immer stärkerer Differenzierung von Prämien nach Berufsgruppen und zu einer immer strengeren Antrags- und Risikoprüfung geführt. Während Menschen in risikoarmen Berufen sich heute so günstig wie noch nie versichern können, verfügen viele gewerbliche Arbeitnehmer insbesondere in Handwerkerberufen nur über eine unzureichende oder gar keine Absicherung ihrer Arbeitskraft.

Da der Bedarf riesig ist, entwickelt die Assekuranz seit einigen Jahren alternative Produkte für die bis dato vernachlässigten Zielgruppen. Im Jahr 2006 kam mit der Axa Kombirente die erste funktionelle Invaliditätsversicherung (FIV) auf den Markt. Mittlerweile haben eine Reihe von Kompositversicherern und seit 2011 auch die Lebensversicherer nachgezogen. Heute gibt es mehr als ein Dutzend FIV-Policen (auch Multi-Risk-Versicherungen genannt). Sie verzahnen die klassische Unfallrentenversicherung mit Deckungselementen aus der Lebensversicherung.

Das Produktprinzip folgt bei den Kompositversicherern einem modularen Aufbau mit fünf Bausteinen. Die FIV sichert die dauerhafte Invalidität durch Unfall oder Krankheit ab (mindestens zwölf Monate) und besteht in der Regel aus den Bausteinen Unfall, Pflege, Grundfähigkeit, Organschäden, Krebs und Tod. Die Leistung wird in Form einer Leibrente erbracht, die entweder lebenslang oder bis zum 67. Lebensjahr ausgezahlt wird. Im Fall einer Krebserkrankung wird die Rentenleistung jedoch meist auf maximal fünf Jahre beschränkt.



Anders als bei der BU ist nicht die Ausübung eines Berufs, sondern die Funktionalität des Körpers versichert. Ein Beispiel: Ein Friseur mit einer plötzlichen Allergie gegen Haarfärbemittel würde eine BU-Leistung, aber keine FI-Leistung erhalten. Ein Anwalt hingegen, der nicht mehr in der Lage ist, ohne Hilfsmittel längere Treppen zu gehen, erhält eine FI-Leistung, aber keine Leistung aus einer BU, denn er kann seinen Beruf auch noch im Rollstuhl ausüben. 

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